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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 3 · p. Seite 89

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 3
Article
Geschichte der Juden in Posen
Date
1865-01-01
Page
Seite 89 (sequence 9)
Language
German
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Geschichte dei* Juden in Tosen. 89 Rabbiner aus Prag nach Posen berufen, doch folgte er diesem Rufe nicht, da er im Begriffe stand, seine Reise nach dem gelobten Lande anzutreten16). Das Posener Rabbinat blieb wahrscheinlich einige Jahre unbesetzt. Um 1625—1629 fungirte als Rabbiner in Posen: Simeon Wolfb. David Tewele Auerbach17). Sein Nachgeld oder Pacht von der Kammer bestellt, sondern auch aus einer öffentlichen Kasse als Landesherrliche Officianten besoldet werden." 16) Die oft ausgesprochene Behauptung, dass Jesaias b. Abraham Horwitz Rabbiner in Posen gewesen, beruht auf einer irrthümlich aufgefassten Notiz des R. Scheftel, Sohnes des Jesaia Horwitz, in der Vorrede zu ש^״ה (Die Worte sind auch von Abraham b. Jesaias in der Vorrede zum סידור שער השמים angeführt): ורוב הגולה רובא דרובא התאוו מרוב חשקם לתורתו והגהגתו (של של״ה) וקבלוהו לאב״ד ולראש כלה וכולבס בקשו אית רבי לשמוע חכמתו ובחרו במשנתו וקבלו אותו עליהם כמה וכמח קהלות גדולות ובאחרונה נתקבל בארבע קהלות שהן עטרותיהן ש4 כל הקהלות דהיינו ק״ק פראנקפורט וק״ק פראג וק״ק פוזנא וק״ק קראקא בזה אחר זה ויציאת הצדיק היה טק״ק פראג כי שם היה אב״ר שבעה שני□ קודם הפרדו מחוצה לארץ לירושלם ע״ה תוב״ב. Diese Notiz kann nicht anders erklärt werden, als dass Jesaia Horwitz von Prag nach Posen und Krakau zwar berufen wurde, dem Rufe jedoch wegen seiner Reise nicht folgen konnte oder mochte. Das Posener Gemeindebuch und die קונטריסים führen ihn nicht als Posener Rabbiner auf, ebensowenig der Posener Rabbiner Moses b. Jesaia Menachem (1638) und das Posener Rabbinatscollegium (1714) in der Approbation zum סידור שער השמים. Auch Lippmann Heller, zur Zeit Rabbiner in Lublin, sagt in der Approbation (1659) zum סדור של״ה ausdrücklich: אור תורתו זורח טלפנים בישראל ברוב הקהלות גדולות ובפרט בק״ק פראג אשר משם נשאו רוחו ונדבת לבו ללכת לארץ הקדושה. Dadurch erledigen sich die von Landshuth in Amu de liaaboda 133—134 vorgebrachten Bedenken. Jesaia b. Abraham Horwitz darf nicht mit seinem Enkelsohne Jesaia b. Scheftel, der wie sein Vater Scheftel b. Jesaia das Posener Rabbinat bekleidete, verwechselt werden. 17) Das GB. I, 4b bewahrt eine von ihm den 4. Siwan 1625 unterschriebene Urkunde und führt ihn (1, 14 a) noch 1629 als Rabbiner auf. Von Posen wurde er nach Wien und Prag berufen und in letzterer Gemeinde starb er den 12. November 1631 (Galed Nr. 149). In

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