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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 3 · p. Seite 90

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 3
Article
Geschichte der Juden in Posen
Date
1865-01-01
Page
Seite 90 (sequence 10)
Language
German
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90״ " ‘ Geschichte der Juden in Posen. י folger Chajim b. Jizchak hakohen, Enkel des Lewa b. B zalel, bekleidete nur kurze Zeit (1630 —1 1(532 oder 1633) das Rabbinat 18). Bis 1637 bestand ein Interregnum, in dem der Darschan und Dajjan Jizchak (Eisak) b. Jonathan die Rabbinatsgeschäfte verwaltete. 1638 — 41 war das Rabbinat durch Moses b. Jesaia Menachem (genannt R. Moses R. Mendels) wieder besetzt19). Ihm folgte 1641—58 Scheftel (Sabbatai) b. Jesaia Hörwitz. Er theilte mit seinem Vater die Liebe zur Kabbala und die Abneigung gegen Pilpul und Ghilukim. In seinem Werke ווי העמודים empfiehlt er die alle Haarspal־ tereien vermeidende Lehrweise der deutschen und holländischen Juden. Um das störende Plaudern in den Synagogen zu unterdrücken, schlägt er die Einsetzung eigens zu diesem Zwecke ernannter Aufseher vor*0). Posen fungirte neben ilim als Ab-beth-din: Ahron Benjamin b. Chajim, derselbe, dessen Mardochai Jafe in einem Gutachten (]שו"?“־ מהר״ם מלובלין Nr. 124 und 125) ehrend gedenkt. 18) GB. I, 17b, 21a, 22a. Zu den Festtagen שצ״ג wird er noch als Rabbiner aufgeführt (I, 24a). Das handschriftliche Kuntres IL. hat bei dem ihm gewidmeten אמ״ר die Notiz: נפטר שוס״ ט ל־^פ״ק 1634-35. 19) Er war zuvor Rabbiner in Frankfurt a. M. und Prag (vergl. Galed, p. 69 — 70 und Landshuth p. 227) und ist in Posen begraben. Sein Leichenstein ist nicht zu ermitteln. Seine Wittwe erhielt, noch im Jahre 1650 von der Gemeinde eine Pension von monatlich dreissig Gulden (GB. I, 83 b). Der Leichenstein seiner ersten 1622 verstorbenen Frau befindet sich in Prag (Galed Nr. 165). Die von ihm verfasste Selicha מושל“1 בעליוניכם ist unter Anderem im Posener Kuntres abgedruckt. 20) Er war nach dem Abgänge seines Vaters sechs Jahre Dar- &chan in Prag, dann der Reihe nach Rabbiner in Fürth, Frankfurt a. M., Posen (Abraham b. Jesaia’s Vorrede zum סדור של״ה) und starb 1660 als Rabbiner zu Wien (Frankl, Wiener Grabschriften Nr. 254). Ausser seinem Werke ווי העמודים besitzen wir noch von ihm die oft gedruckte צואה und eine Selicha für den zur Erinnerung an die Gräuelscenen des Kosakenaufstandes (1648) eingesetzten Fasttag des 20. Siwan. Bei Steinschn. Cat. libr. hebr. Bodlej. 2242 ist in der Auf- Zahlung der von Scheftel bekleideten Rabbinate: Posen völlig über-

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