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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 2 · p. Seite 71

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 2
Article
Zwei Briefe aus Maimonides Correspondenz
Date
1865-01-01
Page
Seite 71 (sequence 3)
Language
German
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״ Aaalekten., her sagt Joseph von Kima: ״sie wandte nach and ein Freunden den Sinn, und Ruhe findet unter jenen Völkern sie nimmermehr". Im maimonidischen Briefe strotzt das Motto von Eigennamen. Osch und Rima bezeichnen, wie wir wissen, die Philosophie. .Kh’sil ist nicht mitgenannt, weil er anders verwendet werden soll. Kisch’s Sohn (Saul) und Elkana’s Sohn (Samuel) sind die nationalen Träger des׳ Judenthums, und ״hinter Saul und hinter Samuel gehen" heisst, wie in Samuel I, Cap. 11, so auch in diesem Briefe, der Fahne des Judenthums folgen. Allein wer ist Abinoem? Ein Abinoem ist als Vater des Barak3) bekannt. Barak heisst Blitz. Als Vater des Blitzes kann doch nur Gott bezeichnet werden. Noch ungezwungener tritt diese Bedeutung hervor, wenn wir Abinoem in seine zwei Bestandtheile abi und noem zerlegen; dann sehen wir in diesem Namen den Vater der Huld, und zwar der göttlichen4), also Gott. Den Namen Kh’sil spart Maimonides für Joseph auf. Kh’sil ist ein Homonym und bedeutet Orion und Thor. Als Orion eignet er sich zum Manne der Kima. Als Thor, unbesonnener Mensch, ist er ihr natürlicher Gegner, insofern Kima die Weisheit bezeichnet. Wie wir hei Gelegenheit der Zeugen gesehen, ist Joseph'8 Brief sehr ernsten Inhalts. Er enthält nichts Geringeres als den Vorwurf, Maimonides habe in die Auffassung des Judenthums fremde von Ihn Roschd vertretene Elemente eingeführt, diese Auffassung sei also mehr eine griechisch-arabische als eine jüdische. Aber wie? Ist es denkbar, dass Joseph gewagt hätte, seinem Lehrer dergleichen zuzuschreiben? Hätte er es überhaupt gewagt, gegen ihn irgend einen Vorwurf zu formuliren? Und ist dies nicht ein beachtenswerther Grund, an der Echtheit dieses Briefes und somit auch der maimonidischen Antwort zu zweifeln? Allein bereits ist die Literatur im Besitze eines authentischen Documentes, aus welchem unzweifelhaft hervorgeht, 3) Richter, Cap. 4, V. 6. 4) Vergl. Fürst, hebr. und chald. Schulwörterbuch über das alte Testament S. 303, sub voce Noam.

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