Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge zur hebräischen Sprachforschung und biblischen Exegese
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 3)
- Language
- German
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68 Beiträge zur hebräischen Sprachforschung 19, 12). מהר und נשמר sind congrugent; ersteres gehört in der j Nifal-Form dem spätem Hebraisinus, und findet sich nur in Ezechiel, im Psalm 19 und in Koheleth, während es in der Mischna stets statt des NIfal von נשמר gebraucht wird. עש1ח schon der Ausdruck עשרת ספרים* der nur hier, vorkommt, und wofür sonst כתב gebraucht wird, weist daraufhin, dass hier nur von jener Büchermacherei die Rede ist, die nicht als das Resultat gründlichen Denkens und Forschens, sondern als das Ergebniss einer Zeitrichtung erscheint, die das Schriftstellern als eine Modesache betrachtet, wobei sie nicht das Qualitative, sondern das Quantitative in den Vordergrund stellen zu sollen vermeint. Solche Bücherfabrication ist aber zwecklos, zweckwidrig. אין קץ ist Prädicat zu עשות, wie ^כנכר אין איך־ (Psalm 88,5); - ולב מלכים אין חקר (Prov. 25, 3); — .עיר פרוצה אין חומר (Ibid. 25, 28). Damit ist nun Hitzig’s Bedenken vollkommen gehoben. Wenn derselbe meint, dass ״unendlich viele Bücher zu machen Anstrengung des G eistes ist", so ist dies allerdings insofern wahr, als ja alles, was sich in'8 Unendliche ausdehnt׳ für den endlichen Menschen ermüdend, erschlaffend und abspannend wird. Allein die Bücherfabrication in'8 Unendliche auszudehnen, daran denkt sicherlich nicht einmalScribe u. Comp., und braucht es also unser Copist Niemandem erst zu widerrathen. Die Zwecklosigkeit der Büchermacherei hingegen muss wohl erst ausgesprochen werden, da auch die entgegengesetzte Meinung zu allen Zeiten ihre Vertreter findet, insbesondere in ihrer Anwendung auf die Erziehung und Bildung d es Volkes. קץ bezeichnet im Hebräischen nicht bloss das Ende,• sondern auch den Endzweck (analog dem griechischen relog und dem römischen finis); in Verbindung mit der Partikel אין bezeichnet es das Nichtvorhandensein des Zweckes, also die Zwecklosigkeit. In diesem Sinne nehmen wir ואין קץ לכל ן$בלןי (Kok. 4, 8) ״und zwecklos ist all sein mühsames Arbeiten", welche Zwecklosigkeit in dem Folgenden deutlich ausgesprochen ist, dass nämlich weder der Arbeitende, noch seine Angehörigen (die ja nicht existiren), irgend einen Vortheil und Nutzen aus dem unablässigen Mühen und Streben zu ziehen vermögen. ולהג הרבה יגיעת בשר und vieles Sam me ln ist eine körper-