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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 2 · p. Seite 52

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 2
Article
Geschichte der Juden in der Schweiz
Date
1865-01-01
Page
Seite 52 (sequence 12)
Language
German
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, -—-- י ■ v,׳v-T-7r^rr^ ^7*לי\5י'^ץ ' 52 Geschichte der Judeii in der Schweiz. dere Sachen“, ״auf dass man sie desto förderlicher geneigt sei zu schirmen,“ sollen die aufgenommenen Judei^ der Stadt jährlich 80 rhein. Gulden zahlen 9). / Unter denselben Bedingungen wurden später noch mehrere Juden aufgenommen, das Schirmgeld jedoch bedeutend vermehrt und auf 300 Gulden festgesetzt. Als Bürger Sehaffhausens werden in dieser Epoche genannt, ein Moses, welcher 1450 mit der Stadt Stein wegen einer Capitalforderung in Prozess gerieth, der die Dazwischenkunft eidgenössischer Boten erforderlich machte und endlich im Frühjahr 1451 dahin entschieden wurde, dass die Stadt Stein dem Juden für seine Forderung 620 rhein. Gulden und für jeden Gulden wöchentlich einen Pfennig Zins zu entrichten habe1). Ebenfalls bedeutende.Geldgeschäfte machte Salomon, Eb erlin's Sohn, der gegen förmliche Schuldbriefe grassere Summe auslieh; er nahm aber auch Wehr und Waffen von den Bürgern als Pfand an, und wurde in Folge dieser Uebertretung von dem Rathe der Stadt seine Verhaftung angeordnet. Um den Häschern zu entgehen, flüchtete Salomon in das Kloster, aber der Eifer der Eidgenossen, ihn gefangen zu nehmen, war so gross, dass sie ihn nicht nur in der Abtei, sondern in des Abtes eigenen Gemächern suchten. Durch Schiedsrichter von Zürich und Diessenliofen wurde eine Vermittlung zwischen Salomon und der Stadt getroffen: ״Was der Jude den Bürgern auf Brief und Siegel geliehen oder auf Pfand, das soll er das Kaufgut nehmen und das Pfand um das Hauptgut ihnen zu lösen geben ohne weiteres Gesuch.“ Dieser Salomon, welcher später nach Zürich übersiedelte, war 1462 gegen eine Abgabe von 200 fl. für das erste Jahr und je 300 fl. für die folgenden Jahre mit dem Juden Meyer, Teufelsmeyer genannt, auf fünf Jahre und unter der Begünstigung aufgenommen, noch einen s) Schirmbrief der Stadt Schaffhausen den Juden ertheilt gegen Sonntag vor Pfingsten 1435, bei Ulrich, a. a. O. 462ff. ג) Harder, a. a. O. 55.

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