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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 2 · p. Seite 50

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 2
Article
Geschichte der Juden in der Schweiz
Date
1865-01-01
Page
Seite 50 (sequence 10)
Language
German
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. * , - ׳•־י/ /,י י * ~ ״^ . v י.־ tyvp5?7vן ”׳ 50 •׳־״•■<* Geschichte der Juden in der Schweiz. erten ihre Unschuld; einer von ihnen schrie : ״Ich weiss nit was ich verjechen han; denn bey der Marter halt ich gesprochen: dass Gott nit Gott“. Umsonst riefen sie: ״Mörder Ihrund Böswichter!“ und die armen Weiber baten die Umstehenden, für sie zu Gott zu bitten, dass er um ihrer Unschuld willen ihnen gnädig sein wolle*). 80 wurden dreissig Personen unschuldig verbrannt und dem Hasse und dem Eigennutze geopfert * * * 6). Die Ueberreste dieser Unglücklichen wurden in eine Grube gelegt und diese einige Tage hindurch bewacht7). Durch diesen Judenmord zog sich die Stadt die Ungnade ihres Herrn, des Herzogs Friedrich von Oesterreich zu, der erst 1411 für die dem Hause Oesterreich in der Schlacht am Stoss geleisteten Dienste und der gefallenen Bürger wegen vollständige Verzeihung ertheilte8). Auch dieses Mal kehrten die Juden früher nach Schaffhausen zurück, als man erwarten durfte. Im Jahre 1435 wurde ״Lew“, Juden-Burger zu Zürich, Salomon des Juden Sohn vonRheinfelden, und des lahmen Lew Wittwe und Kinder nebst dem Juden Schmol (Samuel) einstimmig unter folgenden Bedingungen aufgenommen: Es sollen die Genannten nebst Hausgesind in zwei Häusern, den eingesessenen Bürgern gleich, auf die Dauer eines Jahres in der Stadt wohnen. Nach Verlauf dieser Zeit kann denselben der Aufenthalt auf Jahresfrist gekündigt werden. Die Juden männlichen Geschlechts, so in der Stadt wohnen oder in dieselbe kommen, sind verpflichtet, beim Verlassen ihrer Häuser das vorgeschriebene Erkennungs- Zeichen, ״ein von rothem Tuch geschnittenes Juden-Hü ts) Mein Gott! wozu brachte in diesen Tagen, in diesen finstern und dunkeln Tagen, der unvernünftige und dumme Eifer die Menschen, klagt der wackere Ulrich. 6) Ulrich, a. a. 0. 209 ff-, Emek Ha-bacha 72. 7) .Rechnung im Stadtarchiv bei Harder, a. a. O. 50. 8) Ulrich, a. a. 0. 209, Kirchhofer, a. a. 0. 92.

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