Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1864)
- Article
- Über einige wesentliche Religionsbegriffe
- Date
- 1864-12-01
- Page
- Seite 469 (sequence 3)
- Language
- German
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m Ueber einige wesentliche Religionsbegriffe. fühle erfüllt werden (הלבבירן ITZTm). Beide Arten Pflichten sind zum Theilc positive, zum Theile negative (סוד* VH י(ירצ!" עשל 'לא• Zu den positiven inneren oder Gefüblsptlichten rechnet er: Gott lieben, Gott furchten, lieben, die ihn lieben, und hassen die ihn hassen, zu den negativen: nicht Rache üben, keinen Groll gegen den Nebentnensohen bewahren u. s. w. Wir wollen hier diese Gesetze blos in sofern sie sich auf das höchste Wesen beziehen in Betracht ziehen. Beehaje widmet den besagten Pflichten besondere Abteilungen (עזעי״ים) und pflichte denjenigen bei, weiche behaupten, dass alle Gesetze, als sie gegeben wurden, der menschlichen Denkkrat'r au gemessen waren, und erst in der Folge bei einigen das Motiv in Vergessenheit gerieth, da es nicht denkbar wäre, dass den Menschtu) Vorschriften gegeben warden* die den Horizont ihres Erkenntnisvermögens ubersteigen. Maiinonides erklärt vielmehr in seinem .Jad. da יל es billig sei. so viel als möglich über die Tendenz eines jeden Gesetzes nachzudeuken; nur fügt er hinzu, dürfe man dabei nicht leichtfertig verfahren und ein Gesetz, dessen Grund man nicht erforschen kann, des-halb verachten. 8. das. Me'ila (8. 8). Oft sind die Umstand’*, unter denen ein Gesetz erscheint, derart, dass man die Tendenz desselben mit Evidenz erfassen kann. 80 z, B. kann man bezüglich de? Verbotes 'גד TZ*2D לא אמו Exod. 23, 19. das Bechaje zu den מצוד דימפיע zählt, durch den Umstand, dass es nach der Zerstörung des Bündnisses der Israeliten mit Gott in Folge ihres Rückfalles in den egyptischen Thierdiensfc und dem erneuten Bündnisse durch die Fürbitte Musis dem Volke in Verbindung mit andern Gesetzen das. :>4. II—27. die sich auf die Hebung des wahren Cultus und die Vermeidung der Abgötterei beziehen, wied erholt ein ge schärft wurde, mit Gewissheit behaupten, dass es nichts Anderes als die Vermeidung der Abgötterei beabsichtige. Vgl. Abar* banell zu Exod. 23. 19. Maimonides in seinem More o, 48 glaubt auch, dass dieses Verbot mit der Abgötterei in Verbindung stehen dürfte, weil es zweimal' neben der Vorschrift in;Bezug auf die Feste erwähnt ist, wodurch die Thora gleichsam anzeigen wollte, dass wir an diesen Festen nicht jenen heidnischen Gebrauch nach ahmen dürfen. Ich glaube, dass mein Beweis viel schlagender ist. Die Wiederholung des Ver• botes nach der Vernichtung des Bündnisses durch den Rückfall in die Abgötterei und der erneuerten Schliessung desselben durch «die Fürbitte Mosls scheint zu beweisen, dass das besagte Verbot gegen den Götzendienst gerichtet ist.