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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 11 · p. Seite 430

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 11
Article
Die Neugestaltung des Rabbinenwesens und deren Einfluss auf die talmudische Wissenschaft im Mittelalter
Date
1864-01-01
Page
Seite 430 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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430 Die Neugestaltung <168' Rabbin'enwesens : auf den Werth, welchen diese Bemerkung für die Kenntniss des wissenschaftlichen Geistes besitzt, der den Kreis, in welchem R. Schalom sich bewegte, belebte. Schon der Umstand, dass Salomon Luria die Aeusserung R. Schalom’s als ein Zeugniss seines wissenschaftlichen Muthes mitzutheilen für werth erachtet, beweist zur Genüge, dass die Gesetzesforschung die- 868 Mannes von der seiner Zeitgenossen vortheilhaft abstach, so zwar, dass er im Gegensätze zu der die alten Autoritäten bedingungslos anerkennenden Zeitrichtung die frühere Unabhängigkeit und Kritik zu wahren bestrebt war. Erwägt man nun aber, dass, י— wie die mitgetheilten Citate ergeben —, R. Schalom ein Schüler des R. M. h. war, oder doch mindestens zu seinem Kreise, und zwar als einer der Jüngeren, gehörte, so wird man von diesem, zumal so gefeierten Gesetzeslehrer mit Bestimmtheit annehmen müssen, dass er ebenfalls kritischselbstständig innerhalb der Gesetzesforschung verfuhr, und wohl auch, wie natürlich, denselben Geist zu verbreiten, insbesondere auf seine Schüler fortzupflanzen bestrebt gewesen sei. Ein solches Streben musste aber auf den damals üblichen Studiengang verändernd einwirken, und weil es der mehr gläubigen Aufnahme, als wissenschaftlichen Verarbeitung des Traditionsinhaltes gegenüber die Kritik weckte und demgemäss vorzugsweise den Scharfsinn zur Gesetzesforschung heranzog, eine neue zud er herrschenden im Gegensätze stehende Wissenschaftliehe. Richtung herbeiführen. Dass eine solche — von der wir hier gleich sagen können, dass sie die Grundlage für die Ausbildung des ״Pilpul“ geworden ist — in diesem Zeitabschnitt wirklich hervortritt, wird man bei einem aufmerksamen Einblick in die damalige Literatur schwerlich verkennen. Indessen finden wir über diesen Punkt in dem 170. Rechtsgutachten R. Joseph Kolon’s ganz bestimmten Aufschluss. Hier bespricht nämlich Kolon mit Beziehung auf eine Meinungsäusserung R. Israel Brünn’s (beide etwa der Mitte des 15. Jahrhun- אשר באשכנז שאמרו על אותו מהרר״ש (מווינ״א) כשהיה מורה r-r׳:n דבר היפך הטור.אמר'גברא אגברא קארטית וכן היה בעיני התלמידים אשר ישבו

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