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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 11 · p. Seite 414

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 11
Article
Geschichte der Juden in Posen
Date
1864-01-01
Page
Seite 414 (sequence 5)
Language
German
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414 Geschichte der Juden in Posen. kam er nach PraglA), gerade um dieselbe Zeit, als Liwa b. Bezalel sich von Prag nach Posen begab, um daselbst das Grossrabbinat von Polen zu übernehmen. Wie lange und in welcher Eigenschaft sich Jafe in Prag auf hielt, und wann er das Rabbinat in Posen übernahm, ist nicht bekannt. 1599 finden wir ihn bereits in Posen, 1600 vollendet er daselbst einen Theil des Lebusch haorah. Er zierte, weithin als massgebende Autorität geltend, den Posen er Rabbinatsstuhl bis zu seinem im hohen Greisenalter am 3. Weadar 1612 erfolgten Tode15). Jafe war 14) Daselbst: דהנרה בא חנה בחדש אייר שנ״ב ועודנו חונה פה עמנו היום כאן ק״ק פראג. 15) Jafe wird schon 1592, also 20 Jahre vor seinem Tode, von Gans: מופלג בחכמה תקנה genannt. Jafe's Grabstein befindet sich noch auf dem hiesigen Gottesacker und trägt folgende Inschrift: ציון וה לראש הגאון אב״ד מ״ה מרדכי יפה זצ״ל ג' ואדר שע״ב. Es ist dies einer der wenigen Leichensteine, die, als der alte jüdis che Gottesacker im ersten Jahrzehend dieses Jahrhunderts ausserhalb der Festung verlegt wurde, eine Berücksichtigung fanden, während fast allen übrigen Leichensteine zur Umzäunung des neuen Gottesackers verwandt wurden. Der erste jüdische Gottesacker befand sich in der Nähe der Judenstrasse, der spätere beim Festungsbau geschlossene in der heutigen Friedrichs-, Lindenstrasse und auf dem Wilhelmsplatze in der Gegend des Stadt-Theaters. — Noch zwei Tage vor seinein Tode erlässt Jafe auf dem Krankenlager ein Sendschreiben an die Rabbinen der Vier-Städte-Synode, (שו״ר! מה״רם מליבלין Nr. 125: ור־זרי 4תגי עכשיו טומל־* על ערס דוי ל״ע ותולה בדין מלך מלכי המלכים), weiches mit den Worten schiiesst: חורתכם בידים רפות ר" ה אדר שני ש " ע ב ל!פ/,ק מרדכי נקרא יפה. Da Jafe vor Schwäche seinen Namen unleserlich niederschreibt, so lässt er seine Namensfertiguug durch zwei Zeugen beglaubigen. Vergl dieselben Responsen Nr. 123—4. Moses b. Isacliar aus Krakau, Rabbiner zu Aussee, Verfasser von פני משה und ד־זול^ך בדרך רתמיכם und Juda Lob Margalioth, Rabbiner zu Frankfurt a./0., Verf. von עצי עדן ,בית מדות und anderer Schriften, waren Nachkommen Mardoehai Jafe’s. Ein Zweig der am hiesigen Ortele-

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