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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 10 · p. Seite 390

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 10
Article
Die Neugestaltung des Rabbinenwesens und deren Einfluss auf die talmudische Wissenschaft im Mittelalter
Date
1864-01-01
Page
Seite 390 (sequence 7)
Language
German
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Bewusstseins‘, tritt-jetzt die schüchternste Zurückhaltung*( Be- Kenntnisse wie: ״Wir wissen nicht“ (־?(אי[ אנו/יורעין?>wir sind nicht kundig“ (אין אנו בקיארן) treten vor die freie Forschung und der blindeste Autoritätsglaube macht sich geltend, dem gegenüber ein beliebiger frommer Brauch, war er auch nur an eine Provinz oder eine Stadt geknüpft und nicht einmal durch hohes Alter geheiligt, von canonischem Gewicht war*). Noch eine andere Erscheinung, zusammenhängend mit jener blinden Verehrung älterer Autoritäten und dem Aufhören selbstständiger Forschung, tritt in den Vordergrund jener Zeit, Zeugniss wie Erzeugniss einer Geistesrichtung, welche das flüssige Element der jüdischen Lehre innerhalb der Grenzen eines beschränkten Scholasticismus einzudämmen drohte. Man vernachlässigte die Quellen und setzte sich dadurch immer mehr ausser Zusammenhang mit den Iiauptadern der jüdischen Lehre. Es ist sehr bezeichnend für die Forschung jener Zeit, dass die Beziehungen auf die halachischen Quellenwerke, als Mechilta, Sifra, Sifre, denjerusalemisehenTalmud, mit welchen die vorher gehenden Jahrhunderte sich noch innig vertraut zeigen, jetzt immer seltener werden. Soll man auch die Verstümmelung des jerusalemischen Talmuds auf Rechnung jener Zeit setzen? Derselbe war im 13. Jahrhundert sicher noch vollständig oder doch vollständiger als jetzt erhalten00), — liegt nicht die Vermuthung nahe, dass die geringe Aufmerksamkeit, die man von nun ab den Quellen widmete, auch den trostlosen Zustand des Jeruschalmi — in welchen derselbe während dieses Zeitabschnittes gerathen **) Bei Maliaril, R° G. A. 59 fragt ein Gelehrter sehr bezeichnend für jene Zeit:בונלי״ן שתי' רגילה ־ י / ווה הזקיקני l? והנה אחותי(אחותך לשאול לאמ״ו והגה ידעתי שדקדוקי□ מחמה חסרון הדעת בעו״ה יבגון '1זה פתח פיך לאל□ וכ. Maliaril antwortet י nicht minder bezeichnend: זמר שברבת ממנהג ארזתי שתי' י י " זה כמו שאמרתי לחברי בישיבה מנהג אבותינו הורה הוא "" ובגליל התחתון מנהג הוא ומשם למדה אחותי מאחותה מרת שטחה אך לא יכולתי.להתאפק להודיע רבד1 מנהג אבותינו מועד1 היסוד ולא. דבר ריק הוא והפורש ממנו וכו׳. י .תלמוד und ירושלמי.s, Asuiai, Schem hag.■ 11, s. v (**

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