Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension] / St.
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 357 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensionen; und Anzeigen. WUW also von Sem bis Isaak nur elf Geschlechter. Ferner scheinen die eranischen Perioden dadurch von denen der Genesis zu differiren, dass sie mit dem eine Periode schliessenden Ge schlechte die folgende zu zählen beginnen. Wenn auch im Einzelnen die Geschlechterzahl einer jeden Periode in beiden Ueberlieferungen übereinstimmt, so entsteht dadurch im Ganzen dennoch ein kleiner Unterschied. Das Gebirge, auf dem Noah’s Arche stehen bleibt, führt den Namen Ärarat. Nach Moses von Chorene wäre dieser Name von einem fabelhaften Könige Ara abzuleiten, was jedoch sehr unwahrscheinlich ist. Obwohl der Name Ararat an. mehreren Stellen auch als Bezeichnung eines Landes dient, glaubt Spiegel dennoch ihn von der Silbe ar herleiten zu dürfen. Er glaubt in derselben dasselbe Wort zu erkennen wie in Ar-bela, Arpargin, Ar-burdsch (der älteren Form für Alburdsch). In Arpargin und Ar-burdsch ist dieses Wort so viel als das altb. hara, Berg. Das Wort hara wird im Avesta nur von dem fabelhaften Hauptberge der Welt, dem Alburdsch und seinen Gipfeln, gebraucht. Wie das altb. hara zur Erklärung von ar, har, so dient das altb. haraiti zur Erklärung von arat. Auchharaiti bezeichnet den Alburdsch, mehr im Allgemeinen jedoch als hara, welches zur Bezeichnung der einzelnen Gipfel dient. Hara haraithyäo oder Ararat würde also ein Gipfel des weltumfassenden Gebirg68 sein; derjenige vielleicht, welcher Zarathustra’s Vaterland am nächsten lag. Spätere Forschungen werden zeigen, in wie weit diese Namen erklär ung Spiegel’s richtig ist. Nicht die geringste Aehnlichkeit können wir in der Er zähhing der Eränier und Inder von der WeltvertHeilung mit der der Genesis auffinden. Von einer Weltvertheilung, wie sie bei den Eräniern und Indiern stattfindet, kann bei den Hebräern überhaupt nicht gesprochen werden. Was schjiesslich die Bemerkung betrifft, dass.der Name des obersten eranischen Gottes dieselbe Idee au8drücke, wie der Gottesname der Hebräer, so wird selbst, wenn dieses richtig sein sollte, doch ein jeder zugeben, dass die beiden Gottesbegriffe nie mit einander verglichen werden können. Auch ist es noch Exodus 6, 3 vollständig undenkbar, dass die Hebräer ihren eigentlichen Gottesnamen von den Eräniern überkommen hätten; sie müssten ihn in diesem Falle, gegen die Aussage jener Textes- *m