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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 9 · p. Seite 356

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 9
Article
[Rezension] / St.
Date
1864-01-01
Page
Seite 356 (sequence 7)
Language
German
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Kecensioheh und Anzeigen v in ihren Grund , dass -der Tigris Erän in gleicher Weise gegen Westen, wie der Indus gegen Osten abschliesst. ־ Ebenso wie der Bundehe sch den daxarte 8 mit dem Nil verbunden denkt, ist dies, nach Spiegel’s Ansicht, auch bei der Genesis der Fall, und in Folge dessen behauptet sie, dass der Gihon das Land Kusch umfliesse. Dass diese Jjösung der sch wierigen Frage ausserst geistreich ist, wird Niemand bestreiten? Sie ist vermittelst mannigfacher Conjecturen im Texte des Bundehesch, die allerdings viele Wahrscheinlichkeit haben, zu Stande gebracht. Die Erzählung der Genesis von den zwei Bäumen, von dem Baume des Lebens und dem Baume der Erkenntnis8 des Guten und des Bösen, soll mit der Sage der Eränier von dem Baume des Lebens Gaokerena, der den weissen Haoma tragt, und dem Baume ohne Leiden, der dem Baume derErkenntniss entsprechen müsste, vollständig übereinstimmen. In gleicher Weise wie der Lebensbaum des Eden durch Cherubim gehütet wird, wird der im Wasser wachsende Haoma durch Fische bewacht. Auch hier muss das beiden Darstellungen Gemeinschaftliche auf ein äusserst geringes Maass •— vielleicht lediglich auf den Namen des Lebensbaumes — reducirt werden. Mit dem Haoma des Gaokerena kann nur bei der einstigen Auferstehung Unsterblichkeit bereitet werden, während der Lebensbaum der Genesis nur desshalb bewacht wird, damit das erste Menschenpaar sich nicht durch den Genuss der Frucht desselben alsbald unsterblich mache. Der Baum ohne Leiden, oder, wie ihn Windischmann nennt, ״der Baum aller Heilmittel", stimmt nicht einmal dem Namen nach mit dem Baume der Erkenntnis8. Windischmann machte darauf aufmerksam, dass die von der eränischen Ursage festgestellten Perioden denen der Genesis ähnlich seien. Den zehn Geschlechtern von Adam bis Noah könne man die von Yima bis Thraetaona gieichsetzen, die zwölf von Thraetaona bis Manustschithra den zwölfen von Sem bis Isaak und die dreizehn von Manustschithra bis Zarathustra den dreizehn von Isaak bis David. Auffallend erscheint uns hierbei die Annahme von zwölf Geschlechtern von Sem bis Isaak, während der Urtext der Bibel nur von elf Geschlechtern erzählt. Auch die Mischna (s. Aboth V, 1 und Toss. Jom. tob. z. St.) zählt von Noah bis Abraham, Noah nicht mitgerechnet, nur zehn,

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