Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 9 · p. Seite 354

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 9
Article
[Rezension] / St.
Date
1864-01-01
Page
Seite 354 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
spine
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2829132-2829304-2829314--08696-2860792
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

WWMMMWMHWW^MMWWNWWWW Ee'cen siönen und -Äiizeigeii; :Wesshalb die Eränier: gerade sechs^Scliöpfdhgspßriodeii^äiir nehmen, ist allerdings schwer za enträthseln. Da: jedoch in ihrer weiteren Darstellung der Schöpfungsgeschichte bis jetzt noch kein einziger Fingerzeig vorhanden ist, der auf irgend eine Beeinflussung der eränischen Anschauung durch die hebräische oder dieser durch jene hinwiese, so bedauern wir*, auch hier nicht der Ansicht des Herrn Verfassers beistimmen zu können. Auf die Ansicht, dass der Mensch, die Krone der Schöpfung, den Gipfelpunkt derselben bilde, musste, da sie sehr nahe liegt, ein jedes denkende Volk von selbst kommen. Unmöglich konnte man sich den Menschen erschaffen denken vor dem Dasein seiner Lebensbedingungen, der übrigen Schöpfungswerke. Ferner musste es allen Völkern undenkbar scheinen, dass der unmittelbar aus des Schöpfers Hand hervorgegangene Mensch sündhaft gewesen sei; wie er es später dennoch geworden, darüb er hatte jedes Volk seine eigenen Erzählungen. Unverkennbare Aehnlichkeit findet der Herr Verfasser zwisehen der in der Genesis gegebenen Beschreibung vom Garten Eden und seiner Lage mit Anschauungen des Bundehesch. Die Lage des Eden wird durch vier von demselben ausgehende Flüsse charakterisirt, von denen zwei bestimmt der Euphrat und Tigris sind, während über die beiden andern Fischon und Gihon, die Ansichten schwanken. Nach Lassen’s Ansicht, welche vielen Beifall fand, ist der Fischon der Indus. Sie stimmt volh ständig mit der Aussage der Bibel überein , dass der Fischon das Land Chawila umfliesst, als dessen Erzeugnisse Gold, Edelsteine und Bedolach gerühmt werden. Gold wird reichlich am oberen Indus, Edelsteine werden in den angrenzenden Gebieten gefunden und Bedolach könnte Moschus sein. Auch wird Ghawila Gen. 10, 29 mit dem indischen Lande Ophir zusammen genannt. Unter dem Gihon versteht Lassen den Oxus. Benan stimmt ihm bei, indem er gleichzeitig bemerkt, man dürfe diese Annähme nicht dadurch motiviren, dass der Oxus heute noch von den Mühamedanern Dschihun genannt wird; Dieser Name könne von Juden oder Moslemin , weil sie diesen Fluss für den Gihon der Genesis hielten, übertragen sein. . . Nach Spiegel kann, ausser an den Oxus nur an den Jaxartes denken, da der Ganges, den manche in dem Gihon

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.