Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension] / St.
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 352 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Reeensioneh׳ und׳ Anzeigen.« *׳ ׳ der- Form nach übereinstimmenden,■: gemeinschaftlicheri Vorstei-; lungen reicht in die altindogermanische Zeit zurück und veranlasst uns zu der Annahme, dass dieser Zeitabschnitt gemeinschaftlicher Entwickelung der Eranier und Indier unmittelbar nach der Abtrennung der übrigen Indogermanen eingetreten sei. Zwischen dieser arischen Periode und dem, Auftreten׳ Zarathustra’s einerseits und der Abfassung der Veda’s andererseits folgte ein längerer Zeitraum, in dem sich beide Völker gesondert entwickelten. Die Lebenszeit Zarathustra’s muss sehr weit hinaufgerückt werden, da dieselbe sowohl nach den morgenländischen als nach den abendländischen Quellen eine mythische ist. Nach den meisten Zeugnissen, und vorzüglich nach' dem der Avesta, ist Westerän das Heimathland Zarathustra’s. Durch diesen Umstand glaubt der Herr Verfasser die Uebereinstimmung erklären zu können, die er zwischen den Ideen der elf ersten Genesiskapitel und denen der Avesta findet., Haran, der Ausgangspunkt der Semiteu, der mit Airyanä vaedscha identisch zu sein scheint, liegt in unmittelbarer Nähe des Heimathlandes Zarathustra’s. Während Semiten und Eranier nahe beisämmen wohnten, sollen sie nun gegenseitig ihre Ideen ausgetauscht haben. — Diese mit voller Gewissheit aufgestellte Behauptung überraschte uns nicht wenig. Noch liegt die Zeit nicht so ferne, in. der man die meisten Ideen, nicht nur der Genesis, sondern der ganzen mosaischen Gesetzgebung, als ein Gut betrachtete, welches sich die Israeliten bei ihrer Auswanderung aus Egypten nebst andern Beut ege genständen von ihren ehemaligen Unterdrückern angeeignet hätten; Man stellte diese Behauptung auf, als man die Zeichen der ־egyptischen Inschriften zu buchstabiren anfing. Im Vollgefühle ihrer Kraft glaubten die Gelehrten bereits ein endgiltiges Urtheil über Egypten und ägyptischen Einfluss fällen zu dürfen. Was geschah jedoch, als man wirklich die .Hieroglyphen ent-: ziffert und sich eine genauere Kenntnis8 der egyptischen Vor^־ zeit verschafft hatte? Es;kam Niemanden mehr bei, für jene zuerst aufgestellte abenteuerliche Idee in die Schranken zu treten. Niemand sprach den Juden״ die Originalität ihres Gesetzbuch es den Egyptern gegenüber ferner ab. Bescheidener: tritt nun diese neue Ansicht auf ,dass die:;elf