Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension] / St.
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 351 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensionen! und Anzeigen. 35 i . Einblick in die Beschaffen!!eit desselben und in; die Zustände seiner Bewohner gewinnen za lassen. Den Resultaten des: hier?״ bei als Grundlage benutzten Ritter’schen Werkes werden mannigfache Mitteilungen, welche wir den Detailforschungen neuer Reisenden verdanken, hinzugefügt. So war z. B. als Ritter seine Geographie schrieb, das Stromgebiet der östlichen Zuflüsse des: Tigrisfltxsses noch in vielen Punkten dunkel und unerforscht, während es jetzt durch die Reisen Ainsworth’s, Rawlinson’s und Layard’s ziemlich genau bekannt ist. Nach der Angabe des Ver■״ fassers ist die politische Einteilung, die er seiner Betrachtung zu Grunde legt, eine sehr alte, die man schon bei Herodot, in den Keilinschriften und im Avesta, den ältesten Urkunden der eränischen Geschichte, findet. Er betrachtet der Reihe nach: Susiana, Medien, Persis, Partien und Hyrlcanien, die östlichen Provinzen Eräns (Äria, Drangiana, Bactria und Sogdian a), Afghänistän und Belutschistän. Im Allgemeinen ergibt sich hierbei, dass diese, unter dem Namen Erän zusammengefassten Lanb destheile in Beziehung auf Bildung und Interessen im höchsten Grade ungleichartig von den Verhältnissen der ihnen zunächst gelegenen nicht eränischen Länder abhängig waren. Gleichwohl . wurden sie durch ein starkes Band vereint: durch die Gemeinsainkeit des Namens, der Sprache und der Grundzüge ihrer Religion. Die nun folgenden Skizzen unseres Werkes behandeln die politischen und kulturhistorischen Verhältnisse der Eränier und suchen insbesondere auch die Vorgeschichte derselben festzustellen. In dem Munde des Volkes selbst leben über die Zeit seines Ursprungs nur noch sagenhafte Erzählungen, und wir müssen, um über dieselbe Aufschluss zu erhalten, die eränisehe Sprache und Anschauungsweise mit der anderer Völker vergleir eben. Die Sprache der Keilinschriften und des Avesta schliesst sich zunächst an das Altindische der Veda’s an, wesshalb zuerst ״die Beziehungen der Eräner zu den Indiern" besprochen werden. Zahlreiche Uebereinstimmungen in der Götter- und Heldensage, die Gemeinsamkeit mehrerer geographischer und sach- , lieber Bezeichnungen liefern uns den Beweis , dass die beide# Völker eine Periode eng verbunden durchlebten. Ein grosser Theii dieser, nicht nur dem Stoffe, sondern auch hauptsächlich