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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 8 · p. Seite 302

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 8
Article
Die talmudischen Maasse
Date
1864-01-01
Page
Seite 302 (sequence 8)
Language
German
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f 302 י ׳ Die talmudischen Maasse. ■; ׳ - .׳׳■ ׳ , , , . ■ ■ ־ ■M r gerungen berechtigen zu der Annahme, dassdiese beiden.Werthe;^-! ' für das Viertellog als einen und denselben Werth ausdrückende |f Bestimmungen und als zwei sich gegenseitig ergänzende Glei-; chungen anzusehen sind. Während R. Jizchak das biblische Log mit einemHohlmaasse seiner Zeit vergleicht, gibt R. Chisda, den Zusammenhang des Längen- und cubisehen Maasses als Prinzip : voraussetzend, die Grösse des biblischen Viertellog in hebräi- ||! 8ehern Kubikmaasse an, wodurch eine genaue und vollständige Kenntniss des fraglichen Maasses ermöglicht wird. Das Verständniss des Satzes, den R. Jizchak ausspricht, V; hängt von der Bedeutung des Wortes קסתא ab. Dieser Aus-; druck ist das griechische iSavrjg. Das griechische Maass ^s6%r\g ׳■ ist dem römischen Sextarius gleich, wie schon von Boekh in den ig״metrologischen Untersuchungen“ pag. 203 überzeugend nachgewiesen ist, und somit haben wir hier eine directe Beziehung des hebräischen Hohlmaasses zum attischen Xestes oder römi- ־׳/ sehen Sextarius. Es ist grade diese Stelle im Talmud für unsere ganze Untersuchung von der grössten Wichtigkeit, weil sie y . die einzige in den hebräischen Quellen ist, welche in der prägnantesten Weise ein hebräisches Hauptmaass durch griechisches Maass ausdrückt. Es ist ferner zu beachten, dass die Mischna9) Folgendes erwähnt: ״Das Wüstenmaass für Flüssiges und }׳ Trockenes ist römisches Maass“ מדלת'ללח וליבש שיעלל[ באיטלקי ז1 מדברית ־ &♦ In einem speziellen Falle einer Maass angab e führt auch die Tosifta Ketubot 5 an, dass römisches Maass darunter ' verstanden ist יטהות לה nS ירי שליש Sy המשרה את אשתו מקביים הטין ...... וכולה במרה איטלקי ׳;• Es ist also nicht hej;. fremdend, dass hier das Log mit dem dem römischen Sextarius;; gleichwerthigen griechischen Xestes verglichen wird. Ferner ist zu bemerken, dass der Xestes oder Sextarius ebenso wie das Log ein Maass für Flüssiges und Trockenes war. Dass R. : : Jizchak den Xestes in Sepphoris anführt, deutet auf die An- Wendung des Log in der Praxis hin; man soll nämlich die mogv ׳ liebste Grösse des für das Log angegebenen Maasses anwenden,; da bekanntlich das sepphorische Maass grösser als Wüsten- 9) Kelim 17, 11.

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