Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Scholien und Emendationen zum Texte des Talmud
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 5)
- Language
- German
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ÄV8 ^dhöliCn ^nä^Eriiendatiidhen;Seite• ausgegangen :zu sein: die Zeit׳ des Ueberfalls von Gideon wird zur Verteidigung des רבי auf das Ende der zweiten und, den Anfang der dritten Nachtwache, d. h. gerade auf Mitternacht verlegt. Dieser Punkt ist der Mittelpunkt der zwei mittleren Nachtwachen, und es wäre passend, wenn das Wörtchen מך entfernt würde und es hiesse ורבי מאי תיכונה? אחת התיכונה שבתיכונות* wobei man zu אהת etwa שעה hinzu zu denken hätte und der Sinn wäre : Das Wort התיכונה spreche nur den Mittelpunkt der mittleren Nachtwachen, d. h. Mitternacht aus. m. ברכות וי. ההוא גברא דקא מצלי אחורי בי כנישתא מ' הלף אליהו . הזייא ליה אירמי ליה כטייעא א״ל כדו בר כוי. Die Censur des Talmudtextes wurde nicht nur von der Inquisition und anderen geistlichen Gewalthabern ausgeübt, sondern zuweilen auch von jüdischer Seite, unter dem Einflüsse des Strebens, hier zu verherrlichen, dort zu verdecken, und von hochgestellten Personen erzählte Thaten oder Worte, die ihrer nicht ganz würdig sind, theils zu mässigen, theils ganz auszuschliessen. Wir werden unten bei einer Stelle in Berachot 19 mehrere Fälle solcher Censur anführen. Hier an unserer Stelle hat ein Ausschmückungs-Versuch den Propheten Elias ohne alle Berechtigung, wohl aber aus religiösem Grund an der Begebenheit mitwirken lassen. Alfasi und Raschi, also die spanischafrikanische und die französische Schule, lesen blos חלף ההוא טייעא* ohne des Elias zu gedenken, und ebenso liest noch Ascher ben Jechiel (הא״ש), und noch 50 Jahre später der Münchener Codex. Die älteste, mir bekannte Lesart אליהו״“ ist in Tosafot Erubin 18b (anf. ולא). Aber dieser Fall dürfte eher für die Jugend des dortigen Tosafot sprechen, als für das Alter der Variante, denn neben diesem Tosafot und vielleicht aus ihm lesen nur noch jüngere Autoritäten, wie Jalkut, Psalm 12 und En Jacob in unseren Ausgaben, ähnlich wie die Ausgaben des Talmud. < Aber abgesehen von dem Gewichte der Autorität eines Raschi und eines Alfasi, vereinigen sich die im Talmud herrschenden Anschauungen von der Sendung des Propheten Elias und der Sprachgebrauch gegen die Annahme, dass er hier ein Strafgericht vollzogen habe. Elias tritt überall als eifriger Freund, Beschützer^ Rathgeber und Helfer der Menschen auf; so in den