Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Historischer Überblick über die Codificationen des Halachastoffes, von ihren ersten Anfängen bis zu ihrem letzten Abschlusse
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 254 (sequence 14)
- Language
- German
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Die:,Codification des Halachastoffes..;: ׳IV: ״ .השן: ה&שפט Schild des Rechtsluoafass'ehdw'das'; Civilrecht (mit Ausschluss des Eherechts).; Der Tur, so wird er gewöhnlich und nach ihm sein Verfasser genannt, wollte der Zerklüftung, welche sich durch die verschiedenen Meinungen innerhalb der religiösen Praxis gebildet hatte, Einhalt thun, und er . erreichte auch bald seinen Zweck: er wurde das unentbehrliche, fast ausschliessliche Handbuch für die religiöse Praxis. Der Tur konnte seinem Plane gemäss nicht auf Quellen und Belege eingehen, dagegen führt er die nachtalmudischen Autoren zumeist namentlich an, stellt mit geistreicher Auswähl die dissentirenden Meinungen einander gegenüber und entscheidet sich an den meisten Stellen für eine dieser Meinungen. Bewundernswert!! ist die logische Klarheit und Anordnung des Werkes. Es schliesst sich ausserlieh dem Jad ha־chasaka des Maimuni an; allein dass hier die verschiedenen Meinungen einander gegenübergestellt werden, der Leser zum Nachdenken angeregt und mit dem Grunde der getroffenen Decision bekannt gemacht wird, zeigt den Tur als ein selbstständiges, in sich Entstehung und Halt habendes Werk. Mehr konnte der Thorat ha- Bajit dem Yerf. des Tur als Vorbild gedient haben; allein der Thorat ha-Bajit umfasst nur Einiges, der Tur das Ganze des in der Jetztzeit zur Ausübung kommenden Gesetzes: und betrachtet man, mit welcher Selbstständigkeit der Yerf. neue Titel — Halachot — construirte und ihnen Abrundung und Vollständigkeit gab, erwägt man ferner die innere logische Verbindung jedes einzelnen Capitels und die eng gegliederte Aufeinanderfolge des häufig in den Tagen Maimuni’s gar noch nicht vorhanden gewesenen Stoffes, so tritt uns dieses Werk als eine antonorneSchöpfung eines reichbegabten Geistes entgegen, und es wird begreiflich, wie er den Spätem Gegenstand der Bewunderung und nicht minder der sorgfältigsten Abwägung jedes seiner Worte wurde*). *) Wir treten ganz dem obigen Urtlieile des Yerf. bei, und müssen mit Bedauern die Darstellung des Tur von Herrn Dr. Grätz, Tbl. 7, S; 347 als eine nicht zutreffende bezeichnen. י D. R.