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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 7 · p. Seite 246

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 7
Article
Historischer Überblick über die Codificationen des Halachastoffes, von ihren ersten Anfängen bis zu ihrem letzten Abschlusse
Date
1864-01-01
Page
Seite 246 (sequence 6)
Language
German
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246 Die Cödificätion desHaläcIiästoiTes. knüpft daran dasjenige, was im Talmud zunächst daraus hergeleitet wird , welchem sich das mit dem Gebote Ventfernter in Beziehung Stehende anschliesst. Berücksichtigt werden die Commentare, Responsen und sonstige Werke der Geonim, die Codices von Alfasi und Maimuni, der hier stets mit Hochachtung genannt wird, wie auch der Commentar und die Responsen Raschi’smnd die Resultate der Tosafistenschule. Das im Talmud zerstreute Material wird hier sorgfältig zusammengestellt, aber nicht blos in seinen Resultaten wie bei Maimuni, sondern in seinem Anschlüsse an das Schriftwort mit Gründen und Bewei- 8en, die allerdings nur in abgekürzter Form mitgetheilt werden.1) Die Meinungen der nachtalmudischen Autoren werden häufig einer Kritik unterworfen, die uns Gelegenheit bietet, den feinen und scharfen Geist R. Moses’ kennen zu lernen. Die Sprache ist, wie der Verf. in der Vorrede verspricht2), eine reine und gedrängte, von der* gewöhnliehen Talmudsprache häufig abweichende. Die Reihenfolge des Stoffes ist durch die Theilung in Ge- und Verbote keine streng systematische und übersichtliche, da derselbe Gegenstand auseinandergerissen und an verschiedenen Stellen behandelt wird. Am nächsten kommt sie jedoch der des Misch na Thora des Maimuni, welches überhaupt dem R. Moses in gewissem Sinne Muster gewesen zu sein scheint. —- R. Isaak ben Joseph aus Corbeil verfasste anknüpfend an dieses 3ספר המצית) um 12804) ein Compendium unter dem Titel ״ ספר המצות הקצרAbgekürz- 1) Indem er auf das Unbefriedigende der beleglosen Darstellung des Maimuni hinweist, fährt er fort: ולכן הנני משה בן יעקב נתתי פנר לחבר שני הספרים ומכל מלמדי השכלתי להביא ראיות קצרות בכל היכולת. 9) Ebendaselbst: ולא בלשון התלמוד ממש כי בכמה מקומות שניתי הלשון לכותבו בלשון צח וקצר למען ירוץ הקורא בו. 8) Gehet deutlich hervor aus den Worten des R. Isaak in der Vorrede: גם כל איש אשר לא ידע הפירוש יעיין בספר המצות אשר יסר רבעו משה מקוצי וכו׳. 4) In dem טופס הגט des סמ״ק kommt die Jahreszahl 1285 vor, während bei Grätz VII, 6. 131, Anm. I nach Gärmoly, la France isradlite S. 39 f., gesagt ist, dass R. Isaak 1280 gestorben sei.

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