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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 6 · p. Seite 234

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 6
Article
Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
Date
1864-01-01
Page
Seite 234 (sequence 4)
Language
German
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ÄnalektenA glaubten hier in אבק das lateinische Abacus zu finden. Allein da unter •אבק ״דרכים gewiss ein hebräisches Wort verständen ist, so kann auch unter אבק הסופרים kein anderes gemeint sein. Nach den ange stellten Untersuchungen Woepke’s ist man vieL mehr zu der Annahme berechtigt, dass umgekehrt das lateini-; sehe Abacus von dem hebräischen אבק abstamme. Zum besseren Verständniss der Leser führen wir aus A. Arneth’s Gesch.; der reinen Mathematik, 8. 207 f., einige Stellen an, die unsere Behauptung erst recht in’s klare Licht stellen. ״Nachdem,“ heisst es daselbst, ״Boethius einige Benennungen erklärt hat," fährt er fort: ״Die Pythagoräer hatten, um lrrthümer in ihren “Multiplicationen, Divisionen und Messungen zu vermeiden, zu ihrem Gebrauche eine Tafel erdacht, die sie zur Ehre ihres Meisters pythagoräische Tafel nannten. Diese Tafel wurde von den Neuern Abacus genannt. lieber diese Tafel ist nun Folgen des zu bemerken. Sie bestand aus einer oberen Horizontalreihe und verticalen Columnen; in die erste waren als lieber- Schriften der letzteren, von der Hechten zur Linken, die römisehen Zahlzeichen, für 1. 10, 100 u. 8. w. gesetzt. Ferner hatten die Pythagoräer 9 besondere Zeichen für die 9 Zahlen, de־‘ ren Form mit den Staub Ziffern grosse Aelmlichkeit verräth. Wurde nun ein Zeichen in die erste mit 1 üb er schrieben 6 Columne gesetzt, so drückte es die Einheiten aus, wurde es aber in die zweite geschrieben, die Zehner, in der dritten bedeutete es eben so viele Hunderte u. 8. w. Hier liegt nun klar das Colümnensystem vor, welches unserem Zahlensystem vorausgegangen ist, und worin die Columnen die verschiedenen Stellen dezeichnen u. 8. w. Merkwürdig," heisst es daselbst weiter, ״sind noch die Namen dieser Zahlen: 1 igin, 2 andras, 3 orinis, 4 arbas, 5 quimas,-6 caltis, 7 zenis, 8 temenias oder termenias, 9 celentis; schwer dürfte zu entscheiden sein, ob ein zehnter Ausdruck sipos sich auf die Zahl 9 oder auf 0 bezieht; wahrscheinlieh ist das letzte der Fall. — Die mitgetheilten Zahlenbenennungen gehören offenbar zwei verschiedenen Sprachgebieten an, andras und quimas, vielleicht auch igin, sind arisch, arbas und temenias aramäisch, die übrigen wahrscheinlich auch semitisch." — Wir glauben aber, dass nicht blos arbas und temenias aramaisch sind, sondern dass auch quimas, המש und vielleicht auch igin eine Verstümmelung von אהד sein mögen. Auch sipos

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