Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 235 (sequence 5)
- Language
- German
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Arialekten.' 235 dürfte das Hebräische סוף sein und also einen Punkt bezeichnen, wie auch bei den Tonzeichen סוף פסוק ein Punkt ist. Es ist nun somit evident, dass das Wort Abacus aus dem Hebräischen, aus אבק, abzuleiten sei, und dass die Neupythagoräer die sogenannte pythagoräische Tafel, Abacus, mit den Namen der Zahlen, und vielleicht auch die Zahlzeichen, d. h. die Staub¬ Ziffern, durch die Berührung mit den Juden von denselben überkommen haben. Dass die Morgenländer sich sogar in den frühesten Jahrhunderten des Rechenbrettes bedienten, ist bekannt, und wir erinnern nur an das alt-asiatische Suanpan, eine Rechenmaschine, welche die Mongolen in Russland eingeführt haben, dessen Beschreibung Humboldt 1. c. angibt. ' Wir wissen wohl von den mathematischen Kenntnissen der Israeliten in den älteren Perioden sehr wenig (siehe Wiener, Realwörterb. s. v. Zahlen); aber eine Stelle in der Mischna l. c. 12, 3 zeigt fast unwiderleglich, dass die Juden gegen Ende, der zweiten Tempelperiode schon Zahlzeichen gekannt haben. Es heisst daselbst in Beziehung auf die mannigfachen Schriftarten.: הכותב ב' אותיות בין משני סכונלניות בכל לשון חייב . Bereits R. Hai Gaon (siehe Salomon b. Aderet z. St.) vermuthete unter סממניות oder סמניות gewisse Zeichen, die von den gewöhnli- .eben Buchstaben abweichen, und vergleicht damit die beiden Steilen Schabbat 115b ff.; פרשה עשה לה ה״קב״ה סימניות und Rösch Haschana 17 b: עשו להן סימניות בר. Worin diese Zeieben, welche die Massora das verkehrte Nun nennt, Ursprung.- .lieh bestanden, ist schwer zu ermitteln, und wir müssen hier der Kürze wegen auf Minchat Schai zum 4. B. M. 10, 35 und Psalmen 107, 23 verweisen. Viel richtiger scheint aber die Vermuthung, dass unter סממניות gewisse Zahlzeichen, die ja eigentlieh der Buchstabenschrift und den Zahlwörtern entnommen, wurden, verstanden sind; denn da die Juden die Staubschrift . und das Rechenbrett, □אבק סופרי, kannten,: so ist höchst wahr- .scheinlick, dass sie auch mit den Staubziffern, ממניות□, und den Zahlzeichen wohl vertraut waren. Was eigentlich unter den verkehrten Nunnin für eine. Figur gemeint sei, ist nicht ganz klar, und bei Minchat Schai findet man 1. c. die Meinungen, zusammengestellt. — Vielleicht lässt sich die Aehnlichkeit der .נו״ני״ן הפוכין mit einer Ziffer der sogenannten spanischen und altindischen Zahlen nach weisen, und wir würden also wenig-