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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 6 · p. Seite 233

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 6
Article
Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
Date
1864-01-01
Page
Seite 233 (sequence 3)
Language
German
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' Ähahekten; sich aiissprechen; dass das Mittelalter und. die spanischen Araher die Staubziffern von einer und derselben Hand empfangen , haben. *Woepke lässt die Araber selbst sprechen, und so erfahren wir zuerst aus dem Munde Alkaeariis, dass die Staub- Ziffern aus Indien stammen und ihren Namen davon erhielten, dass man ein Brett mit einer Sandschicht bestreute und darauf mit dem Finger oder Griffel die Berechnungen aus führte. Nun erklären uns die Kenner des indischen Alterthums, dass die indischen Ziffern aus den Anfangsbuchst ab en der Zahlwörter gebildet wurden, gerade als ob wir für 2 als Zeichen z wählten u. 8. w. Woepke hat auf einer Tafel die alten indischen Zahlzeichen, wie sie im Anfänge der üblichen Zeitrechnung gebräuchlich waren, mit den spanischen Staub Ziffern und den Ziffern der östlichen Araber oder den eigentlichen arab. Ziffern verglichen, und man erkennt auf den ersten Blick, dass zwischen den Ziffern des Boethius und den Staubziffern die grösste Verwandtschaft herrscht, ferner dass die Ziffern der spanischen Araber den pythagoräisehen Ziffern näher stehen, als den Ziffern der östlichen Ara-״ her, die Ziffern des Boethius den altindischen Ziffern noch ahnlieber sind als die Staubziffern. Dieser skizzirten Darstellung über die Staubziffern der Araher stellen wir nun folgenden Passus der Mischna, Schabbat 12, 5 entgegen. Dort heisst es in Betreff des Schreibe Verbots am Sabbat: כתב באבק דרכים באבק הסופרים ובכל דבר שאינו כותקיים פטור♦ Die alten Commentatoren wussten sich nicht recht den Ausdruck und die Bedeutung des אבק הסופרים zu erklären, und nur Aruch 8. v. hat zum Theil das Richtige errathen. Allein es unterliegt keinem Zweifel, dass hier von dem oben beschriebenen Brette, welches man mit einer Sandschicht bestreute, um darauf mit dem Finger oder Griffel die Be-י• reehnungen auszuführen — und woraus die Araber ihre Staub- Ziffern, gobar, herleiteten*) — die Rede ist. Mussaffa, und nach ihm Herr Rabb. Rapoport (Biographie des R. Nathan b. Jechiel) *) Vgl. Humboldt, Kosmos II, 454. In Gobar, der arabischen Staubschrift, sind die Gruppenzeichen Punkte, also Nullen; denn Nullen und Punkte sind in Indien identisch. Man schreibt im Gobar 3. — 30, 4.. — 400, 6.: — 600 u. s. w. Frankel, Monatsschrift. XIII. 6. 18

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