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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 6 · p. Seite 232

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 6
Article
Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
Date
1864-01-01
Page
Seite 232 (sequence 2)
Language
German
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Änälefeten;: len, von wein und'^ann das Re c henbr ett oder die Steilen■־ bereehnung der Zahlen, und von wem die Null erfunden? ... . Im Jahre 1570 erschien in Basel zuin ersten Male im Druck die Geometrie des Boethius, in Rom wahrscheinlich nach dem Jahre 470 geboren. Er beschreibt in obiger Schrift ein Rechenbrett, nach seinem angeblichen Erfinder der Tisch des Pythagoras, mensa pytliagorea, später aber Abacus genannt, ,eine Tafel, die durch Striche in senkrechte Fächer abgetheilt war, in welchen letzteren die eingetragenen Ziffern einen von rechts nach links erhöhten Stellenwerth erhielten. Wollte man jener Handschrift des Boethius blind folgen, so würde alle Ehre der Erfindung dem Pythagoras gebühren; allein es ist Grund zur Annahme vorhanden, dass jene Stelle über den Abacus in die ״Geometrie" eingeschoben worden sei. Abgesehen von ihrem verdächtigen Latein, so fehlt sie in einer Handschrift des Trinity College, und Böckh hat es geradezu ausgesprochen, dass sie von einem späteren Abschreiber eingeschoben sei, wenn sie auch unzweifelhaft aus einer altgriechischen Stelle stamme. Woepke, der Verfasser des genannten Memoire, nimmt indessen an, dass in den ersten christlichen Jahrhunderten den Neupythagoräern wirklich der Abacus bekannt gewesen sei; dass übrigens Pythagoras als Erfinder genannt wird, darf nicht befremden, da man weiss, dass die pythagoreischen Schulen alle ihre Erkenntnisse, alte wie neuere, ihrem geheimnissvollen Stifter zuzuschreiben pflegen. Woepke macht nun zuerst aufmerksam, dass zur Lösung der geschichtlichen Zweifel bisher der Umstand nicht benutzt worden ist, nämlich dass die Araber des Morgenlandes und die Araber des Westens, also Nordafrika'8 und »Spaniens, die wir der Kürze wegen die spanischen Araber nennen wollen, verschiedener Ziffer Zeichen sich bedienten. Die spanischen Ziffern wurden von den Arabern gobar genannt, was bedeuten soll die Ziffern der Sand- und Staubrechnung. Die Staub Ziffern sind aber die nämlichen oder nahezu die nämlichen, welche in unseren mittelalterlichen Quellen Vorkommen; es sind die Urbilder unserer heutigen Zahlzeichen, und es sind auch dieselben Zeichen, welche in der Handschrift des Boethius als eine Erfindung der Neupythagoräer bezeichnet werden. Wer immer ihre Erfinder waren, ganz zuversichtlich lässt

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