Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zur Geschichte jüdischer Ärzte in Österreich
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 2)
- Language
- German
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׳;Anälpkten, 195 Cette nation perfide*) est exclute, comme je crois, dans les pays hereditaires de tous les corps des arts et des metiers. 01* les lois ordpnnent, que personne peut acquerir la maltrise, sans avoir pa$se les annees d’apprentissage chez un maitr.e examine et approuve. La faculte de Vienne observe cela exactement toujours. ,Quand un homme demande L’exainen, il montre au Doyen sa lettre cFapprentissäge (Lehrbrief), laquelle on donne a examiner aux superi.eurs (Vorstehern) des chirurgiens ou baigneurs, si tout est trouve en bon ordre, on procede a l’examen. Je crois, que la meine loi est en Boheme; si on aurait obgerve la loi, ils n'auront jamais examine des juifs. Mais la faculte a encore ä Prague fait une chp.se plus indigne, ils opt tres superficiellement examine unjuif et pourtant donne une attestation a cet homme, qu’il a sputenu Fexamen. Jamais un juif 8'est presente a Fexamen a Vienne, et on Je refusera toujours pour les raisons assignees. van Swieten. Unter dem 15. November desselben Jahres schreibt er: Jamais la faculte de Vienne a examine unjuif, meme depuis Fan 1749 aucun juif 8'est presente pour cela. Nichtsdestoweniger gab es jüdische Aerzte in Wien. Wir erinnern nur daran, dass in den Privilegien der Juden in Wien immer der Passus vorkommt, es sei ihnen gestattet, mit ihren Aerzten daselbst zu wohnen. Bekannt ist der Arznei - Doctor Elia Halfanus, zu Ende des 16. und zu Anfang des 17. Jahrhunderts, in Wien. Der Schwiegersohn von Veit Munk (vgl. über disclie Apotheker gab. Gelegen heitlich sei es auch bemerkt, dass ,es jetzt in Wien einen jüdischen Apotheker gibt). Als man die Absicht hatte, 1770, keine jüdischen Aerzte in Prag, zu dulden, wurde geltend gemacht, dass die Ghettothore des Nachts gesperrt werden, und es wäre ärztliche Hülfe von ausserhalb des Ghetto des Nachts unmöglich zu erlangen. In Folge dieses Motives II688 man die jüdischen Aerzte weiter ihre Praxis aus üben. Bemerken wollen wir jedoch, dass, nach den vorliegenden Daten, viele der damaligen jüdischen Chirurgen grösstentheils weit hinter den jetzigen Barbieren,. in Bezug auf medicinisches Wissen, zurückstanden. :׳;?) In solcher:Weise sprachen. zu jener Zeit die Gelehrten und Gebildeten von den Juden , und es war kein Wunder, wenn die ,Für־ steh hart und ungerecht gegen;die Juden waren.