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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 5 · p. Seite 165

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 5
Article
Liepmann Cohen und seine Söhne, Kammeragenten zu Hannover
Date
1864-01-01
Page
Seite 165 (sequence 5)
Language
German
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r , 1 1• ־''Kainmeragernten za Hannöver. יי^דייייייייידי 165 die Juden selbst seien solche hohe Gnade während ihres ganzen Lebens mit untertänigstem Danke zu rühmen und dafür zu sterben bereit. Hierauf richtete Herzog Johann Friedrich unter dem 26. August des genannten Jahres ein Schreiben' an den Bürgermeister und Rath zu Hannover, in welchem er dieselben von der Klage der Schutzjuden in Kenntniss setzt und darauf hinweisst, wie die Grabstatte der letzteren durch Abführung des Sandes ganz ohne Noth und nur aus Frevelmuth von den hiesigen Kärrnern zerrüttet und dadurch die Gebeine der Todten in der Erde beunruhigt und in ärgerlicher Weise umhergestreuet worden seien. Da er sich jedoch erinnere, dass gemeldete Juden in seinen Specialschutz genommen worden und er sie demnach frevelmüthiger Weise turbiren zu lassen nicht gestatten könne, und da ausserdem ihm auch berichtet worden, dass in dieser Angelegenheit schon früher, wie auch während seiner Regierung an den Amtsvogt von Langenhagen eine besondere Verordnung erlassen und von diesem auch publicirt worden sei und er wünsche, dass derselben gemäss gehandelt werde, zumal da ohne besondere Noth eine solche Zerrüttung der Gräber schon an sich unbillig und überdies auch sonst Sand genug zu bekommen sei, so befehle er hiermit dem Bürgermeister und Rathe, an die Bürger und Einwohner, insbesondere aber an die Kärrner eine nachdrückliche Verfügung dahin zu erlassen, dass das Sandgraben an jenem Orte eingestellt, die Todten unbeunruhigt gelassen, der Sand von anderen bequemeren Orten hergeholt und also dem auf seinen Befehl publicirten Verbote gehörige Folge geleistet werde, und dass die dawider handelnden Verbrecher, wenn sie dabei betroffen werden oder ihnen eine Uebertretung dieses Verbotes später nachgewiesen werden kann, Anderen zum Exempel ernstlich bestraft werden mögen4). In gleicher Gunst stand Liepmann auch später bei dem vom Kaiser Leopold zum Kurfürsten ernannten Herzog Ernst August, und soll er sogar bei den Verhandlungen 4) Die betreffenden Original-Dociimente befinden sich im hiesigen städtischen Archive.

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