Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Chronologische Zusammenstellung der Baudenkmäler Jerusalems
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 3)
- Language
- German
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152 . .י'י."׳׳Anälekten.; 'ץ: לי■ Aufstellung vori Bildsäulen, und ■darüber einer leider unleserlich gewordenen Inschrift. Wahrscheinlich ist er ein Zeichen des Sieges5 den ,Septimus Severus über die in ihrem Glaubenseifer verzweifelten Juden davongetragen hat. 5. Die byzantinische Epoche oder die der christlichen Kai- 8er. Constantin überbaute sofort die Stätte der Passion mit einer Basilica ״von wunderbarer Schönheit,“ welches Beiwort ihr der Pilger von Bordeaux, der sie kurz nach seiner Vollendüng sah, gegeben hat. Von den beiden heidnischen Tempeln, welche auf der Stätte errichtet worden waren, um den Christen die Erinnerung an ihre Bedeutung zu benehmen, rühren vielleicht die Säulen aus weissem Marmor und Verde artico her, welche, zu. geschmackvollen Pfeilerbündeln vereinigt , jetzt das Doppelportal der Grabkirche schmücken. Die schöne Krypta der heiligen. Helena mit ihren Granitsäulen und byzantinischen Capitälen kann man als einen Best dieser constantinischen Kirche betrachten. In dieselbe Zeit, jedenfalls in die erste Blüthe der byzantinischen Kunst, gehört der meisterhafte Bau des sogen, goldenen Thores mit seinem prachtvoll ornamentirten Doppelbogen, in der das Kidronthal überragenden östlichen Umfassungsmauer des Tempelplatzes. Dem von Constantin dem Grossen gegebenen Beispiele wandte sich in den drei christlichen Jahrhunderten Jerusalems die Sorgfalt einer Beihe constantinopolitanischer Herrscher mit Vorliebe zu, und manche über das nun verödete Land zerstreute Beste schöner Kirchenbauten dezeigen noch jetzt ihre freigebige Frömmigkeit. In Jerusalem gehören dahin: die St. Annenkirche in der Nähe des Stephansthors, welche sich Napoleon III. vom Sultan für die Lateiner hat schenken lassen, die Marienkirche im Josaphatthale und vielleicht die Marien- oder Darstellungskirche Justinians, wenn es gestattet ist, dieselbe in der Aksamoschee auf dem südlichen Tempelplatze wiederzuerkennen. 6. Die Zeit des Khalifats. Die erste Blüthe desselben beschenkte Jerusalem mit dem Felsendome auf dem Morija, dem templum Domini der Kreuzfahrer, einem Gebäude ersten Banges, sowohl was die Originalität des architektonischen Gedankens und die kostbare Eleganz der Ausführung, als auch die durch ihre Geschichte und ihre natürlichen Vorzüge ausgezeichnete Lage betrifft. Gewöhnlich nennt man diese Moschee die