Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Chronologische Zusammenstellung der Baudenkmäler Jerusalems
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 2)
- Language
- German
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Änalekten; 151 baues den alten Juden fremd gewesen ist. Innerhall) der Stadt ist jetzt nur noch der dem Hiskias zugeschriebene Teich wohl erhalten. B. Die Periode Herodis des Grossen. Dieser dürften vor Allem die in paraLlelen Reihen aufgeführten Stützungsgewölbe im südlichen Th eile der Tempelarena unter der Aksamoschee' zuzuschreiben sein, deren Festigkeit und künstliche Fügung noch jetzt unsere hohe Bewunderung rege machen. Her ödes, jener prachtliebende Fürst, hat ja bekanntlich den unscheinbaren, nachexilischen Tempel der Juden nach vergrößertem Massstabe umgebaut. Von ihm rührt auch eine Erweiterung der Urnfassung8mauern her, von welcher einige Strecken der Südseite und namentlich die durch ihre Massenhaftigkeit imponirenden Ecken gegen Osten und "Westen, nebst dem unter dem Tyropöonthäle vorragenden Ansatz des Brückenbogens als noch in situ zu betrachten sind. Von demselben Ursprung sind ohne Zweifel ferner: der Rest eines Mauerthurms an der Nordostecke des Tempelplatzes und die unteren Quaderlagen der von da nach dein goldenen Thore laufenden Ostmauer, sowie der Thurm Hippicus, jenes gewaltige Bollwerk des idumäischen Tyrannen, auf welchem noch jetzt wesentlich die Festigkeit der Davidsburg, der auf dem nordwestlichen Zion belegenen Citadelle des heutigen Jerusalem beruht, und welchen Titus bei der Zerstörung der Stadt verschonte, und endlich einige Reste der Mauer des Agrippa und die idumäischen Felsengräber im Kidronthale. 4. Die Zeit des Hadrian. Nachdem Jerusalem 60 Jahre lang wüste gelegen, wurde es durch den römischen Kaiser Hadrian unter dem Namen Aelia Capitolina als heidnische Stadt wieder aufgebaut, und zwei Jahrhunderte lang blieb das Heidenthum in ihr die herrschende Religion. Aus dieser Zeit hat sich nur ein Monument erhalten, der sog. Eccohomo-Bogen. ־ So lange nur ein Theil dieses Bogens aus unförmlichen Trümmerhaufen und schlechten Bauwerken hervorragte, hat sich kein rechtes Urtheil über denselben fällen lassen; als aber jene im Sommer 1859 behufs eines Neubaues fortgeschafft• wurden, so dass das alte Werk frei stehen blieb, da offenbarte es sich als einen römischen Triumphbogen nach der bekannten Form, in welcher einem hohen Mitteldurchgange zwei niedrigere zur Seite stehen, mit geräumigen Nischen rechts und links vom Hauptbogen, zur