Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 4 · p. Seite 150

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 4
Article
Chronologische Zusammenstellung der Baudenkmäler Jerusalems
Date
1864-01-01
Page
Seite 150 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2829132-2829304-2829309-2860361--08386-2860409
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

150 % Analekten. Chronologische Zusammenstellung der Baudenkmäler Jerusalems. Unter der Ueberschrift ״Monumentales aus Jerusalem“ liefert in dem Wochenblatte der Johanniter Ordens-Balley, Brandenburg 1861, Nr. 25 ff., der preussische Consul in Jerusalem,* Dr. G. Rosen, eine solche Zusammenstellung. In dem Nachfolgendem heben wir aus dieser höchst dankenswerten Arbeit das für weitere Kreise wichtige in übersichtlicher Weise hervor. 2. Die vorjüdische Periode der Jebusiter. In diese uran- , fängliche Periode fallen bl08 zwei Felsentreppen und einige Felsencisternen. Von jenen Treppen befindet sich der Anfang der einen in den armenischen Patriarchatsgärten an der Südost- Abdachung der Zionskuppe, die andere am Südabhange des Zion. Die erstere führte in das Kidronthal hinab zu den Thal- ' quellen Siloa und Rogel, die andere lief, eine zu Befestigungszwecken fast senkrecht abgeschrägte Felswand5) durchbrechend, jäh in das Iiinnomthal hinunter. Von Felsencisternen, jenen primitiven Wasserbehältnissen, welche keines Cements bedürfen und zu deren Anlage Hammer und Meisel genügen, sind in neuerer Zeit mehrere, vorzugsweise am Zion, aufgedeckt worden. In grosser Menge begegnet man solchen Felsencisternen auf dem Hochlande Hebrons, das eine weichere, also für solche Cisternen geeignetere Gebirgsart hat. 2. Die Periode des königlichen Jerusalem. Hierher, in die Davidisch-Salomonische Blüthenzeit, gehören für'8 erste die unter dem Namen des Klageplatzes der Juden bekannten ältesten Steinlagen der Umfassungsmauern des jüdischen Tempels mit ihren riesigen, sich der Quadratform nähernden, breitrandigen und im erhabenen Mittelfelde sorgfältig geglätteten Werkstükken, und für'8 andere die Teiche, für deren Anlage man die Sohle einer Niederung, innerhalb oder in der nächsten Nähe der Stadt, gewählt hat. Aus der Construction dieser Teiche lässt sich mit Sicherheit folgern, dass die .Kunst des Gewölbe- *) Eine ähnliche findet sich noch am östlichen Zion über dem Tyropöonthale.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.