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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 4 · p. Seite 136

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 4
Article
Über den Ursprung der Moldot und Tekufot im jüdischen Kalender
Date
1864-01-01
Page
Seite 136 (sequence 4)
Language
German
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136 lieber; den Ursprung ' der-MöidÄt u. Teküfot ׳ Monats, Ptolomäüs bestätigt das erhaltene Resultat noch durch eine andere von ihm selbst beobachtete MondfinsterniSs und setzt demnach die Länge des synodisclien Monats auf 291/i Tage und 1' 50" g20 ״׳IV 3) Sexistemaltheile des Tages. (Ptolomäüs theilt den Tag nicht in 24 Stunden, sondern in Sexistemaltheile.) Verwandelt man die von Ptolomäüs angegebenen Sexistemaltheile 1' 50" 8;" 20IV in den gemeinen Bruch einer Stunde, auf dem gewöhnlichen arithmetischen Wege, so erhält man 793/1080* Dieses war die Hauptursache, durch welche unsere Chronologen sich veranlasst gefunden sahen, jede Stunde in 1080 Th eile (תתד״ס הלקים) zu th eilen, um mit Ptolomäüs den synodischen Monat — כ/׳ט יי׳ב zu setzen. י;? Im Almagest (LiK. 111, Cap. 6) stellt Ptolomäüs eine Epoche für alle seine astronomische Rechnungen auf; dieselbe gründet er auf eine von ihm in Alexandrien angestellte astronomische Beobachtung am 7ten des ägyptischen Monats Athyr, 2 Stunden nach Mittag im 17. Regierungsjahre des Kaisers Hadrian (d. i. am 25. Sept. 132 n. Chr.). Er fand damals die mittlere Lange der Sonne und die Länge des Apogäums und rechnete von diesem Augenblicke an rückwärts bis den Isten des Monats Thoth, um'8 Jahr 1 der Regierung Nabonassars, welches nach seiner 3) So ist es richtig nach der letzten correcten Ausgabe des Almagest, griechisch und französisch (Composition matliematique de Claude Ptolomee h Paris 1823). Nach einer Mittheiliing von H. Steinschneider aber ist in einer handschriftlichen hebräischen Uebersetzung (Münchner Bibliothek 70), wie auch in der lateinischen Uebersetzung von Gregoriiis Trapezuntius (Basel 1541) der synodische Monat bei Ptolomäüs 29d 3P 50" 8"y 9IV 20v angegeben, wie es sich eigentlich aus der Division der Zahl 126,007 %4■ durch 4267 bei Hipparch ergibt. So citirt es auch;R, Abraham. Hanasi und Israeli. Dass aber Ptolomäüs nach seiner Correction der Hipparchisehen Berechnung den Monat um 10XY 40v grösser genommen 11at? beweisen alle die bei ihn! nach dieser Bestimmung berechneten Tabellen, besonders die Tabelle der Mondesconjimctionen (Lib, VI, Cap, 2) von .1 Nabanassar bis 1051 (303 n. Chr.), die 12,978 Monden umfasst, welche durchgängig mit den im , Texte angegebenen Zahlen übereinstimmt. Die erste Conjunction war am 24. Thoth 44y 17", die letzte am 22. Thoth 47y 20", während nach Hippärch die letzte — 22d 4641 ׳" sein sollte. Diese Differenz von 39", d. h. mehr als eine Viertelstunde bei Ptolomäüs, rührt von der .; Vervielfachung der Grösse 101v 40V in 12,978 Monden her.

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