Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 3 · p. Seite 113

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1864-01-01
Page
Seite 113 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829304-2829308-2860281--08324-2860339
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Reeensionen und Anzeigen. ׳ IIS wurden; sie treffen jedoch in direct aucli den Verf., der, obwohl durch den genannten Gelehrten aufmerksam gemacht, den vorhandenen Klippen dennoch nicht ausgewichen ist8). Was die Diction des vorliegenden Werkes betrifft, so strebt der Verfasser überall nach Klarheit und Besonnenheit des Ausdrucks, sowie nach würde- und massvoller Haltung der Sprache, die sich in gemessenem Takt auf rhythmischen Wellen bewegt und von der ungewöhnlichen Gewandtheit des Verfassers in der Versification Zeugniss gibt. Als geübter Meister versteht es der Verf. vortrefflich, zwischen lyrischem Pathos und epischer Nüchternheit stets die richtige Mitte zu halten. Die Strophe hat Stanzenforxn und umfasst acht Dreizehnsylbler mit dreifaehern Reim nach dem Schema abab ab cc. Das Couplet nimmt fast durchgehends das ihm gebührende Verhältnis8 zu dem Vorausgehenden ein, und bildet den Glanzpunkt des in der Strophe zum Ausdruck gebrachten Gedankens. Bei aller Selbstständigkeit in der Darstellung hat es der Verfasser dennoch nicht versäumt, das Gefällige und Anziehende der alten Asharoth meisterhaft nachzuahmen, welches darin besteht, dass die Schlusszeile jeder Strophe ganz oder theilweise aus einer Schriftstelle — meistens in der ursprünglichen Gestalt, zuweilen jedoch mit leiser Wort- oder Buchstabenveränderung — besteht, die im Geiste des Musivstyls gehalten ist und in ihrer neuen Fassung auch ein neues Colorit erhält und zur Ausprägung neuer Begriffe und Gedanken verwendbar wird9). Durch solche überraschende Gedankenwendungen gewinnt das Couplet einen eigenthümlichen Reiz und bildet gleichsam die Pointe der ganzen Strophe. Ganz besonders zutreffend sind die Strophenschlüsse in folgenden Nummern: 28, 50, 61, 118, 139, 150, 152, 163, 180, 8) Conf. *הגחלת מ"לנ zu den betreffenden Stellen. — Der Umstand, dass Makk. fol. 18b (wie aus Raschi das. 11. aus Kesef Mischneh zu 'מע״הק פי״א הלכה ח zu ersehen ist) statt וזר לא יאכל כי קדש (Ex. 29, 33) וכל זר לא יאכל קדש (Levit. 22, 10) zu lesen war, welches letztere Verbot im ספר ד׳חנלך Nr. 280 auch erwähnt ist, scheint das Versehen des Letzteren herbeigefährt zu haben. 0 ־) Vgl. meine Vorerinnerung zu den הערות; ותקונים אל האזהרות לרבגא אליהו הוקן זצ״ל in קובץ טעשי ידי גאונים קרטונים (eä. Berlin 1856) pag. 101. . ,; Frankel, Monatsschrift. XIII. 3. ' - 9

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.