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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 3 · p. Seite 103

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 3
Article
Die Neugestaltung des Rabbinerwesens und deren Einfluss auf die talm. Wissenschaft im Mittelalter
Date
1864-01-01
Page
Seite 103 (sequence 7)
Language
German
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im•' :Mittelalter ־ 'ihn schweigen.“ Ich halte aber diese Schweigsamkeit der jüdisehen Quellen für einen hinlänglichen Grund, allererst darüber eine Untersuchung zu eröffnen, ob es denn mit dieser ״hervorragenden Stellung,“ welche in den Annalen der jüdischen Geschichte beinahe einzig dastehen würde, ernstlich et was auf sich habe. Was zunächst die Personenfrage betrifft, so kann der Zeit wegen — wie Wiener daselbst im Ben Chananja 1862 Nr. 3 bereits bemerkt hat — an ß. Israel Krems, den Verfasser der Hagahot Ascher!, sowie an Isserlein bei unserem Israhel, nicht gedacht werden. Eines ist nur als gewiss anzunehmen, dass nämlich Israhel zu Nürnberg sesshaft gewesen. Es ist dies daraus zu vermuthen, dass die Ernennungsurkunde zu Nürnberg erlassen ist, noch mehr aber aus dem Umstande, dass gegen die Ernennung vornehmlich die Nürnberger Juden protestirten* 2) (Wiener daselbst S. 65, Nro. 80). Die Kenntniss des Wohnsitzes verhilft uns dazu, in den jüdischen Quellen bei aller Sprödigkeit, womit sie weiteres verschweigen, wenigstens dbn Namen des R. Israhel aufzufinden. Es wird nämlich in dem obenerwähnten, zur Schlichtung des zwischen R. Anschel und E. Israel Brünn ausgebrochenen Streites, von R. Jakob Weil erlassenen Gutachten (Nr. 151) zum Beweise, dass häufig zwei Rabbiner ohne gegenseitige Anfechtung in einer Stadt gelebt hätten, unter anderem auch auf zwei Nürnb ergis che Rabbiner, ״r. Israel und r. Koppeiman“ (בנורנבערק היה מה״ר ישראל זכלה״ר קופילכק ן״ל) hingewiesen3). Wann sie gelebt, ist nicht angegeben, aber es ist aus folgenden Gründen zu vennuthen, dass sie dem Ende des 14. und dem Anfänge des 15. Ja.hrhunderts angehören. Einmal lebten die übrigen daselbst genannten Rabbiner, R. Meir halewi, Salmon Runkel, Jakob Eg er, Abraham Klausner u. s. w. zu jener Zeit4). Ausserdem deutet s) Auch die bei Wiener (a. a. 0. S. 65, unter 76) angeführte Urkünde deutet darauf hin. 3) Herr David Oppenheim hat dieses Gutachten (in der Zeit. d. Jud. 16, 1862) allerdings bereits erwähnt, lässt aber die Frage, ob der darin genannte Israel mit dem Rupreclitischen identisch ist, selbst ״dahingestellt sein.“ 4) Eines R. Koppeiman tliut der Sammler der Minhagim des Maliaril als׳ eines noch bei Lebzeiten des letzteren Verstorbenen Erwähnung (Hilch. Clializa),,

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