Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Neugestaltung des Rabbinerwesens und deren Einfluss auf die talm. Wissenschaft im Mittelalter
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 4)
- Language
- German
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100 Die Neugestaltung des Rabbinerwcsens נסע (הר״ר ישעיה) ממקומו שרות שמייא (Savoyen) וילך אל : ’־אשכנז אל הנשר הגדול גרול כנפים מלא התורה' אשד לו החכמה-. הוא מהרם הלוי נר״ו ויסק חרון מאתו ונורת נתי שתהיה ממשלתו על כל מלכות צרפת...... ותגעש ותרעש הארץ איך יצא דבר בזה י, מלפני מהר״ם הלוי ליטול שררה ולגזור בארץ לא לו ואף כי הוא מופלג בחכמה מופלג בזקנה אין לו לגזור במלכות צרפת בלתי רשות קהלות המלכות ההוא או רשות החכמים והרבנים שבמלכות ההוא וכוי. Will man sich mm auf Grund der angeführten Stellen aus Isaak ben Scheschet's Gutachtensammlung über die Bestrebungen des R. Mei'r halewi ein Urtheil bilden, so muss man nothwendig zu der Vorstellung gelangen, dass er beabsichtigt habe, sich zu einem jüdischen Papste aufzuwerfen und die Errichtung von Academien, sowie die Ausübung rabbinisch. Functionen allererst von seiner Erlaubnis8 abhängig zu machen. Isaak b. Sehesehet unterschiebt ihm ähnliche Absichten ausdrücklich, wie man aus seinem Widerspruche deutlich erkennt: &אף אם ך,ך גלוי ומפורסם כי מהר״ם תלוי מופלג בחכמה ובזקנה מכל מקום אינני . נשיא שהוא הגדול שבסנהדרין גדולה העומר תהת מרע״ה וגוזר גזרות על ישראל וכו' (&• a. 0.); und Auerbach (a. a. O.) hat auf Grund dieser Darstellung die Thätigkeit und Stellung R. Mei'r's dahin ׳ zusammengefasst:מהר״ם אשכנזי תקן שלא יסדר גטין וקדושין מי שלא נסמך ממנו וקבלו גזרתו באשכנז להיותו ■הגדול שבהם (!!) Aber weder hat R. Mei'r eine so weitgehende Befugnis8 je sich . ,angernasst, noch würden die Zeitgenossen sich dazu verstanden haben, dieselbe, anzuerkennen. Das Zeugniss des Isaak b. Sehesehet ist in diesem Punkte, wie sich aus dessen ganzer Dar- Stellung ergibt, durchaus umnassgeblich, denn er konnte unmöglich, von R, Mei'r durch eine grosse Entfernung getrennt, über dessen Bestrebungen genau unterrichtet sein; auch gibt er selber zu, seine Nachrichten von einem aus ״weiter Ferne“ ge- ״ komm6neu Manne (ה״ר יהודה הבא ממרחק) empfangen zu haben. Selbst der Beschwerdeführer bei Isaak ben Scheschet, R. Joehanan, stützt die Behauptung, dass R. Mei’r den R. Jesaias mit einer so umfangreichen Autorisation versehen habe, nur auf ein Gerücht (R.G.A. 268 והשיג לפי הנשמע מרב אשכנז)• Endlich ist uns aus R. Mei'r'8 eigenem Munde eine Aeusserung aut bewahrt, die ihn in einem ganz anderen Lichte erscheinen lässt, als die ,Gutachtensammlung des Isaak b. Scheschet über ihn verbreitet. Um ein Jahrhundert später nämlich brach zwischen zwei deut-