Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Mose Almosnino
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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; י■ Md86 Alm 08 ni n p. - Hl Das Vorwort zu diesem betrachtenden historischen. Werke spiegelt die Verstimmung Almosnino's wieder wegen der Verschleppüng? welche die von ihm betriebene Angelegenheit in Constantinopel durch Gegenminen erfahren hatte. ״Es schiffen in einem Meere von Mühseligkeiten diejenigen, welche sich mit öffentlichen Angelegenheiten in dieser Stadt Constantinopel, am Hofe des Grossherren, beschäftigen. Ich weile hier wegen meiner Sünden und zu meinen! Unglücke, und es vereinigt sich Alles gegen mich, um vergiftete Pfeile gegen mich abzuschnellen. Ich bin losgerissen von meinem beständigen Studium und steter Betrachtung, denn ich bin Tag und Nacht in fortwährender Bewegung mit dem Eifer und der Liebe, welche nothwendig sind, um den Plan zu Gunsten der edlen Gemeinde von Salonichi, deren Abgeordneter ich hin, auszuführen. Indem ich die geeigneten Mittel versuchen musste, um die Angelegenheit zu einem erwünschten Ende zu führen, war ich genöthigt, mit verschiedenen Personen zu verkehren. Da die Angelegenheit sich aber vermöge göttlichen Rathscblusses durch Aufschub von einem Tage auf den anderen verschleppte, wurde ich gewahr, dass ich־ aus tiefer Ruhe, dem Stillleben und dem sicheren Zustande des erfreulichen Studiums und süsser Sammlung im Dienste Gottes und seiner heiligen Schrift (ein Mittel, um dieses vergängliche Leben zweckmässig zuzubringen und das wahre,, dauernde und unvergängliche Leben zu erreieben) heraus getreten bin. Ich fand mich in steter, wechselnder Aufregung, voll von Mühseligkeit und Beschwerlichkeit, und erfuhr alle Leiden ohne irgend einen Trost, es sei denn die Hoffnung allein auf einen glücklichen Ausgang, so dass ich die Erreichung des Zieles als reines Glück, ruhmreichen Lohn und Ersatz für Leiden des ganzen Lebens halten werde. Icl! fand auch bei dieser Gelegenheit im Verkehr in dieser Stadt und bei allen besonderen Vorgängen, dass sich hier Alles widernatürlich in einem von zwei Gegensätzen ohne Uebergänge bewegt. Diese Gegensätze zeigen sich an den Geschäftsleuten, in den Mitteln, deren sie sich zu ihrem Zwecke bedienen, in den Gebräuchen, kurz in allen allgemeinen und besonderen Fällen der ganzen Stadt. Daraus schöpfe ich Hoffnung, dass dasjenige, >vas wir in so langer Zeit, seitdem wir unterhandeln (seit fast änderthalb Jahren), mit allem Eifer, möglichster Anstrengung, mit •I SS