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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 2 · p. Seite 60

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 2
Article
Mose Almosnino
Date
1864-01-01
Page
Seite 60 (sequence 4)
Language
German
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60 Mcsfe Älmosilmö. f dazwischen, das die Ausführung verhinderte. Zwischen steter Hoffnung, den Zweck seiner Gesandtschaft durchzusefczen, und der Furcht, ihn zu verfehlen, fühlte sich Almosnino sehr verstimmt, zumal er die Tage mit massiger Beschäftigung zubringen musste, von Einem zum Andern zu laufen, hier den Eifer •rege zu erhalten und dort der Gleichgültigkeit entgegcnzuwirken. Gewohnt, seine Zeit nützlich auszufüllen, machte er scharfe Beobachtungen in der türkischen Hauptstadt und legte die Ergehnisse derselben in einer Schrift nieder, welche zu dem Besten gehört, was er schriftlich hinterlassen hat. Er schrieb über die Gegensätze und Grösse Constantinopels (Extremos y Grandezas de Constantinopla, vollendet April 1567) 33) und flocht darin die Geschichte der Osrnanen und namentlich der Vorgänge unter dem Sultan Soliman II. ein. 33) Ueber diese höchst interessante Schrift, welcher wegen ihrer Seltenheit noch nicht genügende Aufmerksamkeit geschenkt wurde, muss ich mich ein wenig ausbreiten. Jakob C an sin o, Dolmetsch des Königs Philipp IV. von Spanien in Oran, gab 1638 heraus: Extremos y Grandezas de Constantinopla, compuesto por Rabi Moysen Almosnino Hebreo, traducido por Jacob Cansino, Madrid. In dem Vorworte an den Leser bemerkt der Herausgeber: er habe diese Schrift aus hebräischen Buchstaben, in welchen sie geschrieben war, in spanische umgearbeitet: Considerando las cosas notables, que este pequeno libro contien6 . . . 16 he traducido ... de la letra Hebrea, en que estä escrito, al idioma Castellano. Jakob Cansino hat also keine förmliche Uebersetzung davon veranstaltet, sondem lediglich eine Umschreibung aus hebräischen Charakteren gegeden. Die Schrift war demnach ursprünglich spanisch geschrieben, nur mit hebräischen Lettern, wie deren Almosnino mehrere verfasst hat. Weiterhin bemerkt der Herausgeber, dass die Schrift zwar nicht den .Autornamen Mose Almosnino trägt, aber nach der Stylvergleichung mit anderen Schriften sei es unzweifelhaft, dass Almosnino, der damals Com miss ar für die Gemeinde Salonichi in Constantinopel gewesen, die Autorschaft angehöre: Este tratado . . . no tiene 61 nombre de su autor: y segun 61 estilo con que 61 Rabl Moysen Almosnino compuso otros diversos de diferentes materias y ciencias, y que fue Comisario de la ciudad de Salonique y 6 (1. en) la de Constantinopla en la ocasion y tiempo que se conforma con la relacion, que dello se haze en esta obra, se veriiica ser suyo. An der Echtheit von Almosnino’s Autorschaft ist nicht zu zweifeln, wenn man das Vorwort genau liest. Es ist darin von seiner Gesandtschaft die Rede und von seiner Verstimmung wegen der Verschleppung.

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