Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Belagerung Hamburgs (1813 - 1814) in ihren Beziehungen zu den Israeliten
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 3)
- Language
- German
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in ihren“ Beziehungen zu den Israeliten! 43 ״Nr. le Colonel: faites signifier aux Rabbins et aux principaux Juifs que si sous 48 heures 118 n'ont pas faits partir de Hambourg,. tons ceux de leur religion qui doivent dvacuer la ville par suite de mon arretd du 18z c.-ä-d. tous ceux qui ne sont pas approvisionnes jnsqu’au 1 Jmillet5 je les ferais partir eux-memes et leurs farnilles.“ und forderte sie demzufolge auf, ihr ganzes Ansehen zu verwenden, um die Nichtverproviantirten bis morgen Nachmittag zwei Uhr aus der Stadt zu schaffen; von den Rabbinern aber forderte er, dass sie solches als eine heilige Sache empfehlen möchten, unter der Androhung, dass widrigenfalls die Mitglieder der Administration sowohl als die Rabbiner mit ihren Familien sofort ausgetrieben werden sollten. Er machte sie zugleich mit einem noch denselben Tag zu erlassenden Befehl bekannt, welchem zufolge die Nichtverproviantirten, falls sie nach Ablauf des Termins noch hier befunden würden, ausser der Confiscation ihres Vermögens noch fünfzig Stoc’kprügel erhalten sollten, und versicherte, dass er solches ohne Gnade vollziehen lassen werde. Am 27. Oec. liess der General Graf Loison den Rabbin er Lazarus Joseph (R. Lase) zu sich rufen. Anstatt selbst hinzugehen, schickte derselbe einen seiner Söhne, dem dann der General auftrug, seinem Vater zu sagen, dass er den vornehmen Juden bekannt zu machen habe, dass von der gesammten Judenschaft 50,000 Franken verlangt würden. Der Rabbiner liess dem General durch seinen Sohn die Antwort bringen, dass, da die vornehmsten und reichsten Juden die Stadt längst verlassen hatten, er nicht wisse, wem er jenen Befehl za hinterbringen habe. Der General erwiderte hierauf, dass, wofern jene Summe nicht binnen 24 Stunden herbeigeschafft wäre, sämmtliche Juden ausgetrieben werden sollten. Der Rabbin er liess dies der Administration mittheilen, diese aber, der darüber nichts Directes vom General bekannt geworden, hielt es für angemessen, davon keine Notiz zu nehmen. Der genannte General, ein Gewaltmensch, der zu derselben Zeit auch einen braven jüdischen Schullehrer eine 4'