Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension] / J. Gl.
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 475 (sequence 3)
- Language
- German
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475 Rcccmioncn und Anzeigen, terntur (man erinnere sich an das Buch d. Weisheit, die Fragmente des Aristobul, des Ben Sira u. a, npokryphischcr Schrifteil aus vorphilonischer Zeit) sei, und nur den Namen von dem, in vielen!*unkten allerdings identischen Äciyos der Stoiker entlehnt habe. — I)1\ Kai se rl i 1:1g\s mehr feuilletonistischc Ski/- zen bringen einige Da tu über ״die reichen Frankfurter“ und über den ״Berliner Ilofjudcn Ephraim Veite!." — Unter der Uebersehnft ״Jüdische Schulfeste" empfiehlt Dl׳. Schmie dl, um der Klage über den» Mangel an jüdischen Schulfesten abzuhelfen, in sinniger Weise den ersten Chanuk.ntag, sowie die Geburtstngc Mainumides', MendcEssohids und Hartwig Wesscly’s, /u würdigen jüdischen Schulfesten zu erheben. — An diese beiden kleineren Aufsätze sehliesst sieh ein umfangreicherer von Simon Szantö an, betitelt: ״Studien in der Folterkammer.“ Der humoristiscli gehaltene Aufsatz skizzii't das Leben eines ״armen jüdischen Schneiderlein!s“ und bekundet den gesunden psychologischen Sinn des Verfassers. — Di׳. Ad. «Jellinck's ״Arbeit des Weibes" sucht auf die würdige Stellung hinzuweisen, deren sieb das jüdische Weib im ehelichen wie im socialen Leben erfj'euete, Wir butten bei der Reichhaltigkeit des vorhandenen Stoffes und dem tiefen Inhalte des Thema's eine grössere Ausfiihrlichkeit in der Behandlung und eine p!׳Heisere Form der Darstellung gewünscht. — WcrtheimeFs ״Rückblicke" sind mit edler Wärme geschrieben, und beleuchten in aus führlieber Weise die äusseren und inneren Angelegenheiten der Juden. Unter den hieran sich anschliessenden Nekrologen ist ganz besonders hervorzuheben der Nekrolog Gabriel Ri esse Fs von Dr. Veit, abgedruckt aus den Rrcussischcn Jahrbüchern. — Ludwig August Frankl, dessen Muse sich wiederum für einen echt jüdischen Gegenstand begeisterte, hat als Beitrag das Gedieht ״Tourist und Cicerone am Titusbogen in Rom" geliefert. — Den Schluss des Ganzen bildet Leopold Ko inpert’s ״An nehme rin." Der Dichter, einer־ der glücklichsten Nacheiffljrer B. Auerhach’s, hat sieh die hohe Aufgabe gestellt, die sittlichen Zustände der mittelalterlichen Juden nach Gebühr zu würdigen und im rechter! Lichte darzusitellen, Diesem, mit Eifer erfassten Plane entsprangen die im Genre der ״Schwarz- Wälder Dorfgeschichten" abgefassten ״Geschichten aus dem Ghetto," die seiner Zeitt nicht wenig zur Zerstörung vieler Vor-