Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension] / J. Gl.
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 476 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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47c. Monntschronik. urtheilc gegen Juden und Judentlmin beigetragen haben. Nach dem Muster der. ״Geschichten“ ist auch unsere Novelle gcarbeitet, die in sinniger Gruppirung eine Reihe trefflich ge?,eichneter und echt poetischer Charaktere schildert. •So erscheint denn das Wiener Jahrbuch als eine recht werthvolle Gabe, die wir auch künftighin in ähnlicher Ausstattung zu begrüssen hoffen. J. Gl. Monatschronik. Amerika. Der Rabbiner von Cincinnati, I)1\ Wise, Ileransgeb er der Zeitschrift ״Israelitcist für Ohio zum Senator gewählt worden. Dies ist ein neuer Beweis für die Anerkcnnung, deren sich die israelitischen Bürger Nordamcrika’s erfreuen, wie auch im Süden die vollständige Gleichberechtigung aller Confessio neu Thatsache ist. In den Südstaaten ist der Kriegsiiünister Jude, und in den beiden streitenden Armeen hekleiden Juden hohe militärische Stellen. Frankreich. (Fer riercs.) Am 7. October fand im Schloss zu Ferneres eine sehr erhebende religiöse Feier statt. Herr Baron James Rothschild und dessen Gemahlin weiheten eine Betstube und Thorarolle, die sie für diese Gelegenheit schreiben licssen, ein. Die ganze Familie Rothschild und mehrere hierzu geladene Gäste wohnten der Feier bei. Der Oberrabbiner des Centralconsistoriums, der Obberrabbiner von Paris und Herr Albert Cohn hielten Festreden und beglückwünschten die Stifter zu dem Plan, in ihrem prachtvollen Schloss ein Heiligthurn zur Anbetung Gottes zu weihen. Der Herr Baron nahm seinerseits auch das Wort und dankte mit bewegter Stimme dem Ilerrn für das Glück, das ihm in gegenwärtigem Augenblicke zu Tiieil werde, dieses llciligthum seinem undi seiner Väter Gott zu errichten; hierauf ermahnte er seine Kinder, die Betstube als ein heiliges Familiendenkmal stets in Ehren zu halten und dem Glauben ihrer Väter stets treu und ergeben zu bleiben. Ein Gebot dieser Religion, fügte er dann hinzu, ist aber das Wort der Schrift: והי אחיך עמך; daher dürfen wir in keinem