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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 11 · p. Seite 420

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 11
Article
Geschichte der Juden in der Stadt und Diöcese Speyer
Date
1863-01-01
Page
Seite 420 (sequence 4)
Language
German
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420 , Geschichte der Juden gen. elf Hauser, welche die Juden besessen hatten, den Lehrern anderer Fächer zucrtheilt, und aus der Synagoge eine Kapelle gemacht, die eben falls der Hochschule überlassen wurde, und nach ihrer Umwandlung der gewöhnliche Versammlungsort des acadcmischen Senates war. Auch erhielt die Hochschule alle Aeekcr, Gärten (darunter einen in der Judengasse, welcher als Begräbnissplatz gedient hatte), Weingärten, Zinsen und Gülten, die vorher ein Kigentlium der Juden waren, anderer Bereicherangen, 7׳. B. einer Anzahl hebräischer Bücher, die vormals den letzteren gehört hatten und die man jetzt bis auf den Talmud97) verkaufte, nicht zu gedenken9*). von dem Kurfürsten Joachim I. in Frankfurt n./O. im Jahre 1500 1imehtot.cu Universität wurde ein Haus verwendet, das ehedem eine Synagoge, gewesen. Siehe Beckinarni; notitia Universitätis Francofurtanae [>. 3S, wo es heisst; Collegium philosophicum autoritatc Fd ectomli A. 1400 in loco (‘rectum <jui anteu Judeis eonventum quem Synagogam vorant vol certe habitationem praebuerat. Hiermit stimmen auch einige Verse, welche sieh in II e l m r e i c 11s Anna! es Tanger mandenses bei Küster: Antiquitates Tangermundenses p. 42 linden: Denn er (d. i. Joachim I.) und sein Bruder Albrecht Z11 Frankfurt haben angelegt Eine hohe Schul, da vor gewest Der Juden Synagog und Nest. Unter den ausserdeutschen Universitäten war dies auch in Vitoria in den Baskenländern der Fall, wo im Jahre 1403, ein Jahr nach der Vertreibung der Juden, die Synagoge zu einer Schule, in welcher Hunmniora gelehrt werden sollten, bestimmt wurde und im September von dem Bucalamreus Pero Diaz de Uriomlo seine Vorlesungen erulTnet wurden. Siebe Kayserling, Gesell, der Juden in Spanien und Portugal 1,131. 97) Siebe Zuuz, zur Geschichte S. *231, u. Lebrecht, die Hand- Schriften des babyi. Talmuds S. 50 u. 70. Dieses Talnnuhnanuscript wurde in der weltberühmten Bibliothcca palatina bis zum 14. Februar 1023 aufbewahrt, wo es dem päpstlichen Bevollmächtigten Leo Alaeci unter Ti! ly's unmittelbarem Schutze gelang, die unvergleichlichen Geistesselüitze jener Bibliothek in 50 Fracht wagen voll geraubter Bücher und Handschriften, worunter allein 287 hebräische Manuscripte, nach Rom zu schaffen, um nicht mehr wie ehedem der Forschung und dem Wissen als unerschöpfliche Quelle zu dienen, sondern im Vatican als eine Curiosität aufbewahrt zu werden. Dass 14 von den genannten liebr. Palatina-Handschriften 1815 in Paris zur Verfügung der Heidelberger Universität gestanden, durch ein Versehen Wilkens aber derselben wiederum, entgangen sind, weist Lebrecht a. a. O. S. 77 ff. nach. v«) Vgl. auch Hüusser a. a. O. I, 300.

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