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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 9 · p. Seite 346

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 9
Article
Aus der Naturphilosophie der jüdischen Araber
Date
1863-01-01
Page
Seite 346 (sequence 11)
Language
German
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Aus der Naturphilosophie der jüd. Araber. 34G natürlichen Ort, an dem er verharrt, so lange er seiner Natur uberlassen bleibt. Sämmtliche vier Körper haben weder Lebei!7), noch Verstand, noch willkürliche Bewegung, und kelirow, sobald die äussere Nüthigung aufhört, an ihren natürlichen Ort zurück, weil jedem derselben ein Princip innewohnt, vermöge dessen er, und zwar nur in gerader Linie, zu seinem Orte zurückkehreil'muss. Diese geradlinige Bewegung jedoch ist eine zweifache, nämlich entweder gegen den Umkreis zu, wie bei Feuer und Wasser, oder dem (1entrinn zu, welch’ letztere Le- \veg־ung dem Wasser und der Frde eigen ist. Durch die Kreisbewegung des fünften Körpers entsteht auch in den beiden Eiementen Feuer und Luft eine not b wen di ge Bewegung, durch die sie ihren natürlichen Ort zu verlassen gezwungen und nach dem Wasserelemente hingedrängt werden; sie dringen dann summtlieh in die Tiefe des Erdkörpers ein, so dass eine. Mischung der Elemente dadurch entsteht.** I)a unter dem Namen Frde sowohl die unter der Mond- Sphäre befindliche Welt, mithin die Mischung aller vier Flemente, als auch nur eines der vier Elemente verstanden wird, so muss der Ausdruck Erde als Homonym gefasst werden, das eine weitere und eine engere Bedeutung hat6). Das elementarische Feuer ist nicht, unser gewöhnliches Feuer, da jenes farblos und ganz durchsichtig ist, sonst müsste des Nachts die Luft ganz roth erscheinen0). Ebenso ist das eleincntarisebe Wasser nicht mit unserem gewöhnlichen Wasser zu vergleieben, davon jenes der Form nach wesentlich verschieden ist. Maimuni will hierauf das Schriftwort beziehen: ״Gott machte einen Unterschied zwischen Wasser und Wasser“ — ebenso die bekannte hagadischc Stelle, Cha19 .״b: •אל תאמרו מים מים רם נופים מהים אין חייב ברם (?. Vgl. auch Jesode ha-Tora in, 11; More I, öS; II, 5. Die Elemente werden todt genannt, zum Unterschied von den sie unisehliessendcn llimmelssphären, welche letztere als lebende, beseelte Wesen erklärt werden. Vielleicht wird dies auch darum so oft mit Nachdruck hervorgehoben, weil es früher nach Stob, segni. 123 eine Meinung gab, die das Feuer lur ein ״beseeltes Thier‘4 (.O'riQtov £{11pv£6v) hielt. Auch Scliarastani sagt von den Daissanije: ״Sic glaubten, dass das Licht lebendig, wissend und mit Fassungskraft begabt sei" ta• a׳0 ״ Th. f, S. 203). *י) More LI, 30. •) Das. 6. auch Nachmani zu Genes. I, 1; Abravanel das.

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