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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 9 · p. Seite 341

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 9
Article
Aus der Naturphilosophie der jüdischen Araber
Date
1863-01-01
Page
Seite 341 (sequence 6)
Language
German
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der jüdischen Araber, 341 Der Ausdruck Maimuni’s: הכודברים סאנזינים ג׳יכ שהריקות נמצא®) dürfte vielleicht in folgendem Sinne gefasst werden: ,.Die Mintckallinvun behaupteten auch, dass das Leere ein Reales, Gegenständliches sei." Denn in solchem Sinne charakterisirtc auch Hegel die Stellung der Atomistik: ,,In der eleatisehen Philosophie sind Sein und Nichtsein Gegensätze, nur das Sein ist, das Nichtsein ist. nicht; in der heraklitischen Idee ist Sein und Nichtsein dasselbe, beide zusammen, d. h. das Werden ist Prädicat des Seienden; das Sein aber und das Nichtsein, beide mit der Bestimmung eines Gegenständlichen, sind der Gegensatz des Vollen und Leeren" "). Fassen wir nun auch den Lehrsatz der Mutekallimun in solchem Sinne, dass auch sie dem Leeren, Nichtseienden Realität zusprechen, dann reiht sich eine andere ihrer Thesen ganz folgerichtig an: ״Auch die Privationen — das sind die negativen Bestimmungen der Dinge — sind reale Accidenzcn 1). Nicht ohne Consequcnz gingen die Mutekallimun zu Werke, wenn sie zur Theorie des leeren Raumes auch die Theorie von der leeren Zeit hinzufügten. 111 der aristotelischen Physik nämlich kann die Zeit ebensowenig als der Raum als ein Fürsichseiendes gedacht werden. So wenig nämlich cm einen leeren Raum zu denken ist, weil der Raum eben nichts anderes ist, als die den Körper umschliessende Linie2), mithin ohne Körper auch kein Raum; ebensowenig ist auch eine leere Zeit denkbar, weil Zeit wiederum nichts anderes ist, als das Ausmass der Bewegung, mithin auch ohne Bewegung keine Zeit. Beide, Raum und Zeit, sind ohne die Begriffe dessen, was beide erfüllt, der Körperlichkeit und der Bewegung, undenkbar. Es könne der Zeit, sagt Aristoteles, durchaus kein Ansichsein zugeschrieben werden, denn jedes Seiende muss aus Seiendem bestehen, was aber bei der Zeit durchaus nicht der Fall ist. ״Ein Th eil ist gewesen und ist mithin nicht inehr, der andere quod yaicet corpore; corporibus autem omnis obsidetur locus; ita nullum inamo, nihil esse Individuum potest. 8) More I, 73, Prämisse 2. °) Vgl. Schwegler a. a. 0. S. 16. ׳) s. More 1 c. Prüm. 7: העדרי קניינים הם מקרים נמצאים. 2) Arist. Phy«. 1L!>. IV, cap. 4: ävay%1ן tov zotcov zlvou to to־ü mQ1e%ovzo$ cotyazog.

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