Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Aus der Naturphilosophie der jüdischen Araber
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 338 (sequence 3)
- Language
- German
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Aus der Naturphilosophie 338 den Kelam indess genirt eine solclic Kruge nicht sehr, er hat auch darauf seine stereotype Antwort: So eben will es Gott! Wenn jedoch die Atome einander qualitativ ganz gleich sind, woher dann die Mannigfaltigkeit in der Erschoimingswelt, da doch alle Körper dieselben Grundstoffe in sich fassen? Darauf antwortet diese Sehule, dem• Wesen nach seien frei lieh alle Atome einander gleich, doch trage jedes derselben irgend eine zufällige Bestimmung an sich — zufällig in der philosophischen Wortbedeutung, nach welcher jede Eigenschaft, die nicht im Wesen eines Dinges beruht, eine zufällige Bestimmung, ein Accidens genannt wird. Was mithin die Wesen allesanunt von einander unterscheidet, das sind eben nur lauter Accideuzen, so dass die Pilanze, das Thier und der Mensch sich von einander nur durch zufällige Bestimmungen unterscheiden, ja sogar der Engel und der Wurm, beide aus demselben gleichartigen Atomen bestehend, sind dem Wesen nach ganz gleich und unterscheiden sieh nur durch accidentielle Formen1)• שיהיה ׳1 ולא צכז לא _,t1 א— ״Xu וכזדזשב לשקר ־צט״רו־ טה >״א»;ן בו מ ב* הארוך והרוחב ורעו מך . 8 (י. More I, 73, Prilm. 8. — Dass in diesem Punkte die Philo Fophic llm-Oebiror.s jener des Keluni gleichkommt, weiss der Kundige Denn auch die Gebirol'scLie Philosophie hisst alle Wesenheiten, kör perliehe wie geistige, aus der Einen Urmaterie hervorgehen, und nut die Form bildet den Pntorschied zwischen Wesen und Wesen über haupt mul zwischen Körperlichem und Geistigem insbesondere (Mekai Chajim IV). Hierdurch erklärt sich uns Folgendes. Mahn uni defmirr. den Körper derart: אין פוף הנזרו־זקיפפ ־־א ־■;שכפ, אכל הגע דדכר דיסורכב מהמ.“ וצורה (More 1, 76): .,Das Wesen des Körpers machen nicht die Dimensionen aus, sondern die Zusammensetzung aus Materie und Form“ — und Üchcyer (das psycholog. System etc־. S. 110) sagt mit Recht, dass der Verfasser des רוח הן, der eap. 1 schreibt: וגרר הגיב ב הוא כל דבר ש-*ש לו של ־בה רחקים , im Widerspruch mit Mahn uni steht. — Ibu-Gehirol jedoch weicht in der Definition des Körpers von Maimuni ab und sagt (a. a. 0. 11b. u, 2): (וכשתגחד אוחו (את הגוף תאמר שהוא הארוך והרהב והעמוק. Diese Divergenz zwischen Maimuni und Gebirol in der Definition des Körpers ist eine nothwendige Con- Sequenz der beiden Philosophien, Nach Maimuni sind Geister צורות ינס~דות Formen ohne Materie, folglich besteht das Wesen des Körpers in der Zusammensetzung aus Materie und Form, während die Dirnensionen nur als Accidenzen zu betrachten sind, — da hingegen nach Gebirol selbst der Geist aus Materie und Form zusammengesetzt ist, so muss der Körper als ״drei Dimensionen habend14 definirfc werden.