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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 9 · p. Seite 333

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 9
Article
Die Karäer in Galizien betreffend
Date
1863-01-01
Page
Seite 333 (sequence 5)
Language
German
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Die Karder in Galizien betreffend, 333 erwerben*). Die nachfolgenden Regenten haben ihre Privilegien bestätigt mul ilmen auch die nei’reiimg vom Militairdienste zngesitamlen. In Oesterreich leben Karaiten allein im Königreiche Galizien, wm sie zur Zeit der Erwerbung dieses Landes in luilicz und Kukizow, später auch in Tysnaenice ansässig waren. In neuester Zeit zogen jedoch sänunLliche karaitische Familien, in die Muttorgemeinde Hulicz, und es existirt diese Secte sonach in der österreichischen Moiiarcliie allein in der Stadt Ilalicz im Stanislaue" Kreise. Dieses kleine Völkchen zählte daselbst im Jahre 1774 noch 3r0<־ Seelen, gegenwärtig ist es tiieils durch kümaüsehe Einflüsse, tiieils .durch die aus ihrem Ilcligionssystemc messenden Verhältnisse ziemlich zusäm mengeschrumpft und beinahe auf die Hälfte seines früheren Be- Standes redii-cirt, so dass es bei der Fortdauer jener Einflösse und Verhältnisse in nicht ferner Zeit Ln Oesterreich ausznsterben droht. Im Jahre 1817 zählte 1mm noch 51 karaitische Familien, welche bis zum Jahre 1858 auf 40 zusammengeschmolzen smd. Dieser ungewöhnlichen Abnähme liegen folgende Ursachen zu Grunde, Nach den Religionsgrundsätzen der Karaiten ist nämlich das Heiratheu in naher Verwandtschaft gestattet. Von dieser Zulässigkeit muss bei dem geringen Familienstände der unumschränkteste Gebrauch' gemacht werden, da durch die Entfernung der in Russland lebenden Glauberisverwandten jeder Verkehr erschwert ist. Vorn anthrop.oiogischen Standpunkte muss nun das Hcirathen in naher Verwandtschaft als die Haupt,Ursache der Abnahme der karaitische»!Bevölkerung angesehen werden. Als weitere Ursache kann die schwerere Arbeit bei der Landwirth- *) Fr einer Bittschrift, welche sie der rassischen Kaiserin Katharina überreichten, um ihren Schutz, zu erflehen, als sie nach der Be- Setzung־ der Halbinsel ihre Unturthanen geworden waren, rühmten sie sich, ihre Vorä.ltern hatten an der Verfolgung und Kreuzigung Jesus durch die Juden keinen Antheil genommen, weil sich ihre Absonderung von den übrigen Juden aus früherer Zeit, schon vor der babyh Gefangenschaft herleitet (?). Oesterreich. Archiv für Geschickte etc. Jahrgang 1831,

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