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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 8 · p. Seite 307

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 8
Article
Geschichte der Juden in der Stadt und Diöcese Speyer
Date
1863-01-01
Page
Seite 307 (sequence 11)
Language
German
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in Speyer. :107 Mainz und einigen Juden geschlossener Vertrüge mit dem Banne der drei gedachten Gemeinden geahndet werden sollte. 1x1 den «Jahren 1345—48 wurden in Speyer von dem dortigen Ratho mehrere Juden als .!udenbiirger ausgenommen. So 1345 Sehaulin, die!ludin von Bruchsal, 1:540 Gumprceht, Sohn Manns von Weil, Jsaac Cohim (Cohen) von Wimpfen, und Juda, Meister Mcnlins Sohn, 1348 Brune, die Wittwe Isaaes von Dcidesheim nohst ihrem Solme Moses, und Meister Lembclin von Tan, der in Speyer wohnen sollte, ohne Wucher zu treiben, sondern um als Arzt* * * * 5״) daselbst zu praeticiren. Derselbe wurde mir als Schutzbürger in der Stadt Schirm ausgenommen, jedoch mit der ausdrücklichen Verfügung von Seiten des Halbes, dass jeder Frevel an ihm gleich־ einen! an anderen Juden verübten, welche Schutzbürger sind , bestraft werden solle. Dagegen gaben damals auch mehrere Juden ihr Bürgerrecht in Speyer wieder auf. So 1344 Sauweliri, Gumpels Sohn; 13!7 Senderlin, .loselins von Braunshach Sohn, und 1348 Minna, die Frau des Loew von Halle6 *״). Unter den Juden, welche 1310 aus Frankfurt a. M. geilohen waren, befand sieh auch ־ein gewisser Senderlin aus Speyer, der schon 1310 in Frankfurt genannt wird; doch kehrte er, als Ludwig der Barer den Flüchtlingen die Rückkehr gestattete, wiederum mich Frankfurt zunick8*). Um diese Zeit muss» ten cs sich die Juden in Speyer wieder einmal gefallen lassen, dem immer geldbedürftigen Kaiser als Mittel zu dienen, sich aus einer Geldvcrlegenneit zu ziehen. Am 3. November 1340 85) Noch andere Aer/te kommen im Mittelalter in der Uheinge- ׳־ gend vor, Erzbischof Bruno I. von Trier, gestorben 1134, butte den Juden Jojuio, der ein sehr gelehrter Arzt und ein guter Pharnmceut war, ׳/,lim Leibärzte; Erzbischof Boemund II. von ׳Trier nahm am 9. Oct. 1354 den Juden, Meister Symon״ zu seinem Hofarzte an, verlieh ihm auf acht Jahre ein IJans in der Judcngas.se zu Trier gegen 5 Solidi Jahreszins und befreiete ihn von Stenern, und Pfalzgraf Huprecht der Aeitere stellte am 27. April 1302 Godliep den Juden, unter Anerkennung seiner Leistungen, zum Arzte an und befreiete ihn ebenfalls von jeder Steuer. Siehe Mono 12, 23 und 180, meine Regesten S. 213 ]Nrr. 233a und Goerz Regesten der Erzbischöfe von Trier״ Ueber JudeuUrzte נ in Rheingati vgl. noch Bodmann, rkeingauische Altert Immer 1, 703 f. und 713. 88) Siehe Mono 8, 30 f. 87) Siehe Kriegk, Frankfurter Bürgerzwistc u. s. w. L. 419«. 553.

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