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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 8 · p. Seite 298

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 8
Article
Geschichte der Juden in der Stadt und Diöcese Speyer
Date
1863-01-01
Page
Seite 298 (sequence 2)
Language
German
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(״!•schichte der Juden 2l>8 Der folgende König Adolf cnvies der Stadt Speyer am 22. Juni 1Ü(J8, einen Tag vor seiner Absetzung, noch eine besondere. Gnade, indem er ihr zum Ersatz für den Schaden, den seine Söldner ihr bei seinem Zuge vom Eisass her zugefügt• hatten, die dortigen Juden sannnt allem Nutzen und allen Rechten auf so lange abtrat, bis ihr der Schaden durch die Einkünfte von den Juden ersetzt sein würde61). Bischof Sigibodo II. von Speyer wurde im ,Fahre 1308 auch Sclmtzherr der Juden zu Landau. Wegen der Ermordung des Königs Albrccht 1. hatte diese Stadt Unruhen befürchtet und daher nahmen die Bewohner derselben, Christen wie Jaden, den 'gedachten Bischof nebst dem Grafen Friedrich von Leiningen zu ihren Schutzherren und schlossen mit ihnen am 8. NIai des genannten Jahres einen förmlichen Vertrag6*). liierdurch wurden die Juden in Landau vor einem Angriffe sicher und konnten doch, falls ein solcher auf sie unternommen werden sollte, auf kräftige Unterstützung rechnen. Aus der Regierungszelt des Kaisers Heinrich YLL ist uns ein die Juden zu Speyer h et reife indes Mandat, erhallen, welches der kaiserliche Landvogt Georg, Graf von Veldenz, den lleinrieh wegen eines Betrages von 1200 Pfund Heller bereits im Jahre 1310 auf die Judcnsteuer zu Landau und den Zoll von Germersheim angewiesen hatte, im Namen des Kaisers wenige ]Monate׳ vor dem Tode des letzteren am 4. Mai 1313 erliess. In diesem Mandate wird verfügt, dass der Jude Jekeim, genannt von Schlettstadt, als Bürger in Speyer unter dem Schutze des Kaisers mit gleichem Rechte und gleichen Piliehten wie die dortigeu übrigen Juden, wohnen solle. Zugleich wird bestimmt, dass, wofern die jüdische Gemeinde zu Speyer die von dem dortigen Rat he für diese Juden dem. Kaiser bis zu nächstem Martini versprochenen 1500 Pfund Heller, für welche Summe Jekeiin wie die übrigen Juden bis zu Martini üher's Jahr von allen Abgaben frei sein sollten, dem Rathc zu zahlen sich wergern und auch nicht sofort über diese Summe Bürgschaft stellen würde, der Rath die Juden durch Pfändung ihrer Habe und selbst durch Ein Sperrung zur Zahlung zwingen sollte, und falls, 61) Siehe Regesten 8. 17, Kr. 10(L 62) Derselbe ist abgedruckt in Reinling’s Urkunden buch I, 459.

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