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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 8 · p. Seite 297

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 8
Article
Geschichte der Juden in der Stadt und Diöcese Speyer
Date
1863-01-01
Page
Seite 297 (sequence 1)
Language
German
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Geschichte der Juden in Speyer. 2D7 &escMcl1te der Juden in der Stadt und Diöcese Speyer, Zugleich als ein Beitrag zur Geschichte der Juden in der Pfalz dargcslellt. von Dr. M. Wiener. Noch drei Wochen vor seinem Tode . nämlich am 21. Juni 1201 , überwies Koni ־יי Rudolph den Burgmannrii der zu dem Stifte Speyer gehörigen Festung Land au die Ueiebsabgaben der dort wo!inenden oder später dahin ziehenden Juden in der Weise, dass, wofern die erwähnten Abgaben noch einen Feberschuss über die Unterhaltung der Burg liefern, derselbe zum Yortheile des Königs oder seines Beamten verwendetwerden, falls die Abgaben aber nicht nusreichen, der königliche Beamte das Fehlende ersetzen sollte6'). Landau,, als eine neu gegründete Stadt, halte nämlich wenig Keieiisguter in seiner nächsten Umgebung, aus deren Linkiinften die Besatzung erhalten werden konnte; der König gab daher den Juden Aüfeiühaltsroeht in Landau und bestimmte ihr SehutzgcUl für die Kosten der Besatzung. Nachdem aber später die Stadt dem Bischöfe von Speyer verpfändet worden war, konnte die j’ji der Urkunde zuletzt erwähnte Bestimmung, dass die fehlenden Lehenseinkünftc den Burgmänuern aus Reichsmittein ersetzt werden sohlen, nicht mehr bestehen, da nun״ mehr der Bischof für den Schutz der Stadt zu sorgen hatte. Darum liess sich auch der Bischof von Speyer die Juden mit verpfänden, und wurde während der hisehöllichen Pfandschaft das Schutzgeld von neu aufgenommenen Juden zwischen diesem und den Burgniimnern von Landau getheilt, so dass z. B. im Jahre 1JD0 der Judo Susslin von seinem jährlichen Schutzgcldo von 15 Gulden den Burgimmnon 8 und dein Bisehofe Nicolaus 7 Gl., der Jucicnbürgcr Seyas von Neustadt den Burgmannen 0 und dem Bischöfe G Gl., und der Jude Josslin, Vsag, Josselins Sohn, von Germersheim und Symon von Paris, die Hälfte ihres Schutzgeldes an die Burgmihnner und die Hälfte dem Bisehofe zu zahlen hatten. Im Jahre L354 übergab Bischof Gerhard von Speyer einem Bürger zu Landau ein Burglelm von 7 Pfd, Heller jährlich auf die dortige Judensteuer. a«) Siehe Regesten S. 14ר Kr. 85 und für das Folgende Monc, Zeitsehrift 3, 301 IT. Frankel, Älonatsacliri(I. XII, 8. *23 1

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