Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Der Prophet Elia in der Legende
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 294 (sequence 14)
- Language
- German
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Der Prophet Klia 291 sic sich auch in ihren ersten Anfängen zunächst nach der llagada gerichtet hat, so geilt sic doch in vielen Punkten weit über dieselbe hinaus und berichtet von Elia Dinge, deren in keiner sonstigen Legende auch nur die leiseste Erwähnung geschieht. Eltern, Familie und Gehurt des Propheten, von der Schrift mit »Stillschweigen übergangen und von der llagada ebensowenig näher bestimmt., wer״ den in der christlichen Sage eben so sehr mit Wundem verherrlicht, wie auf das Genaueste angegeben. Es ist geradezu überraschend, wie sie, ohne sich auf eine ältere Sago oder irgend einen sonstigen Anhaltspunkt zu stützen, die Genealogie Elitfs so genau angibt, als hätte sie diese irgend einer Stammtafel entnommen. Doch stehen diese Angaben vielfach in Widerspruch miteinander. So nennt Epiphanes י) den Vater Elia's Achimaain, Sohn des Sadoc, und gibt dem Propheten einen Prüder in dem Priester Jodaa; während andere Nachrichten1■2) als Vater des Propheten einen Sobac oder Sobaccha bezeichnen, und als seine Mutter Bassemuth, eine Tochter Salomo’s■ und Sehwester eines Tuphetus. Noch Andere geben ihm einen Hohenpriester Achimas zum Vater3). Als Elia geboren wurde, erzählt die christliche Sage4), sah sein Vater Sobaccha. wie lichte Engel dem Kinde ihre Huldigungen darbrachten, während lodernde Flammen es!umgaben, von denen der Knabe sich nährte. Sobaccha reist nach Jerusalem und erzählt den Priestern dieses Wunder; diese beruhigen ihn und deuten diese üb er 11atürliiclie Erscheinung dahin, dass das Kind einst im Lichte wohnen werde. Der Knabe wurde von seinem Vater Joberscyth (nach Anderen Joberschua) genannt, und erst nach der Hinopferung der Baalspriester erhielt er den l) Advcrsus haercs. de haercs. 35.?) Parudisus Carmelitici honoris, p. 110, gestützt auf Angaben des Pscudoepiphanes und Anderer. 3) Das. Tantus ergo prlnceps (wie Elia als angeblicher Gründer des Carmeliterordcns genannt wird) fdins fuit Sobacchac, sive nt alii raalunt Achimaae, saccrdotis sunnni, inutrem habuit Bassematham, Lalomonis regis liliam, Taphetique sororem. *) Pscudo-Dorolh. de vita prophetaruni, citirt v Holland, 20. Jul. VI. Bd., § 14, Nr. 27.