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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 6 · p. Seite 206

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 6
Article
Rabbiner Samson Wolf Rosenfeld
Date
1863-01-01
Page
Seite 206 (sequence 6)
Language
German
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20G Samson Wolf Rosenfehl. fehl’s und in Uebereinstimniiung mit der Münchener Ge* meimle, die Juden in lUiiem für geeignetר uns den grösseren Gemeinden verständige und der besseren Zeilrichtung woldgeneigte Männer (Notabeln) nach München zu senden, uni dort für eine bessere Gestaltung der auf den Juden lastenden Ungehörigkeilen, und besonders gegen das Matnkelgesctz zu wirken:*), und Roseuleld, von seiner und vielen benachbarten Gemeinden gewählt׳, wurde zum Präses der Versammlung ernannt. Er verfasste damals eine ״Denkschrift an die hohe Stilndevcrsaunnlung des Königreichs Baiern, die Lage der Israeliten und ihre bürgerlichc Verbesserung betreifend. Von Samson AVolf Rosenfeld, Rabbiner aus Markt Uehlfeld hn Rezutkreisc. ]München 1819.u — Es war vielleicht seit langer Zeit wieder einmal ein Rabbiner, der in klarer, gebildeter Muttersprache für die bürgerliche Verbesserung seiner Glaubensbrüder in die Oellentlichkeit trat und durch 1u1־ widerlegliohe Gründe nachwies, wie falsch die Verhält-!risse der Juden von Seiten der Gesetzgebung aufgefasst wurden und wie sie verbessert werden müssten. Die Sprache dieser Denkschrift ist eine durchaus klare, nur in edlen Gesinnungen und in vernünftigen Gründen sich bewegende, und daher den unbestochcnen Sinn üb erzengende. Man merkt der Darstellung an, dass der Verfasser an McndelssolnTs klarem und überzeugendem Styl sich gebildet halte. Gleich zuerst sagt der Verfasser: ״ . . . . Nachdem mau Jahrtausende lang ein unerreichbares Ziel mit so grossem Aufwunde zu erstreben suchte, nachdem man Jahrtausende lang der religiösen Vcreinigung wegen die grössten Spaltungen veranlasste und in frommer Absicht die grössten Gräuelthatcn beging, fing man in unseren Tagen an, von reineren Religionsbegritlen geleitet, die Acten jenes ewigen Processes zu schlieosen und die Aufopferungen jener früheren Zeit zu bemitleiden. Man fing an einzusehen, dass es leichter sei, Länder zu *) Aus Fürth'ging damals nach München der sehr gebildete Elkan Hünie, der an der Abfassung der Schrift von D1\ Alexander Lips: ״Das Staatebiirgerrecht der Juden“ Erlangen, Palm, 1821, den grössten Antheil hatte.

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