Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 5 · p. Seite 197

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension] / -a-
Date
1863-01-01
Page
Seite 197 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
spine
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829290-2829296--07722-2859678
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Reccnsionen und Anzeigen. 197 (S. 180—212). Spr. geht alsdann auf viele Stucke im Koran über, wo er den Namen Gottes lange Zeit mitRahman bezeichnet, und Verf. glaubt, er habe diese Bezeichnung von den duden genommen, weil diese oft in ihren Gebeten Gott mit Rahman anrufen. Auch der heilige Geist, Rüh-Alkodos, kommt im Koran einige Male vor, welchem aber Mohammad, den Erklärern zufolge, eine andere als die gewöhnlich angenommene Bedcutung beilegte. In der stürmischen und sehr bedrängten Periode vom Jalirc 616—619 hatte Mohammad nicht nur gegen seine Feinde zu kampfen, sondern auch gegen die wohlgemeinten Zuinutlumgen von Leuten, welche die Kunde von seinem Auftreten aus der Ferne herbeigezogen hatte, und die nun erwarteten, dass er, der Scher, gerade das verkünde, was sie als wahr und ausgemacht anzusehen gewohnt waren. Dadurch nun hatte Moli, sich verleiten lassen, Dinge zu lehren, die ihm anfangs ganz fern lagen und seinen Inspirationen mehr schadeten als nützten. Spr. bespricht nun ausführlich (S. 238—251) die Ginn- und Engellehre, die ihm ursprünglich ganz unbekannt war, geht alsdann zu den Propheten und dein Prophctcnthuin über (S. 252-285), welches, da es gut in Mohammads Religionskram passte, sein Lieblingsthema war. Wir wollen hier nicht die interessante Mittheilung Spr.’s den Lesern, vorenthalten, dass Mohammad schon den alten Abraham um die Kaba herumspringen lässt, Wozu haben die Patriarchen nicht von jeher herhalten müssen! An die Prophetenlegenden knüpfen sich nun Bemerkungen über Mohammads Kenntnis8 der geoffenbarten Schriften, welche Kenntnisse er sich vorzüglich in Madyna angeeignet hatte, wo er häufig mit den Juden verkehrte; in Makka lebte er isolirt unter Heiden. /J -c.- In Madyna erwähnt er mehrere Male der Thora und der Psalmen; sonst gedenkt er auch der heiligen Schrift unter dem Namen Al-Kitäb. Spr. bringt nun viele Traditionen, nach denen Mohammad mit seinen Gegnern disputirt und öfters den Kürzeren hätte ziehen müssen, wenn nicht plötzlich, wie ein deus ex machina, eine Offenbarung ilm aus der Klemme gezogen hätte. Auch die Prädestinationslehre (S. 300—334) schien Mohammad sehr wichtig, doch spielte ihm auch hier der Verlauf der Dinge denselben Streich, den er ihm schon so oft gespielt

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.