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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 5 · p. Seite 192

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension] / -a-
Date
1863-01-01
Page
Seite 192 (sequence 2)
Language
German
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192 Rocensioncn und Anzeigen. Professor mit seinen Collcgienheften, fertig ausgearbeitet, auf das Katheder steigt, so auch sei Mab. mit einem wohldurchdachten Plane, den sittlichen Zustand seiner Nation zu verbessern, aufgetreten, und habe ihn durch die Macht seines Genies durchgeführt.“ Mohammads ganze Lehre ist ein Conglomerat aus vor seiner Zeit schon vorhanden gewesenen Sitten und Gebrauchen, ferner aus von Juden und Christen ihm vorgehaltenen und grösstentheils durch ihn zu positiven Sätzen verwandelten Einwürfenל utul endlich aus anderen Confcssionen entnommenen und von ihm für seine Gläubigen präparirten Ge- und Verbotcn#). Dem grossen Feldherrn Omar verdanken es die Mahommedaner, dass ihre Religion nicht das Mönchsgewand anlegte, und in ein einsames klösterliches Leben sich zurückzog. ״Der schwache Mohammad — heisst cs S. 86 — wäre geneigt geweseri, jenen Geist mönchischer Demuth und Entsagung seinen Anhängern einzuprägen, welcher das Christenthum unterscheidet. Die Moslimc verdanken dem festen Willen des Omar jene stolze, männliche Selbstachtung und jenes brüderliche Zusammcnhaltcn, welche Eigenschaften sie vor allen anderen lleligionsgemeinden auszeichnen, und selbst unter den Gräueln der Türkenherrschaft im Volke noch fortleben. Ein Moslim stellt sich über alle anderen Menschen und selbst über die Engel, er achtet *) Auch fehlt es nicht an Beweisen, dass manches früher durch Mohammad dem Judentimme Entnommene später von ihm wiederum abgeschalft wurde. Die jüdische Kibla nach Jerusalem adoptirte er in der ersten Zeit, hob sie später aber wieder auf. Ferner wird von Kamin bei Poe. 8pec. hist. Arab. p. 309 erzählt: *Ul JUs *jw ^>כנ 1^-wLc גב*,«ן j<«li tot ״Man. erzählt, dass, als der Gesandte Gottes nach Madyna gekommen war und dort Juden am Aschura fastend gefunden, er sie nach dem Grunde gefragt habe, und als sie ihm die Antwort gaben, an diesem Tage wären Pharao und sein Volk ertrunken, Moses und die Scinigen hingegen gerettet worden, soll er gesagt haben, ich stehe mit Moses in naher Verbindung, und befahl den Fasttag Aschura.“ Dieses Aschura ist wahrscheinlich der Versölinungstag (עשור) , und hier sehr ungenau. Später schaffte Moh. diesen Fasttag ab, der (בעשור (*!חודש gefeiert wird, nur tritt hier die gewöhnliche arab, Unwissenheit und Entstellung hervor.

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