Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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186 Ecccnsioncn und Anzeigen. diese Biographie trägt, den Raschba, wie wir ihn kennen und welche geistige Erinnerungen sich in der jCid. Literatur an seinen Namen knüpfen. Nur ein schwacher Reflex wird hier geboten, eine schwache Ahnung der Leistungen des seiner und der spateren Zeit bis auf unsere Tage so gewaltig imponironden *Gelehrten. Die Rolle, die Rasdiba in jener Bewegung spielt, ist neben seiner geistigen Thätigkcit eine bei weitem secundäre, ihr hat Raschba keineswegs seinen Nachruhm zu verdanken. Wird das Leben eines hervorragenden Mannes dargestcllt, so muss die Darstellung so angelegt sein, dass wir ihn aus sich selbst erkennen, muss ein lebendiges Bild des eigentlichen Wesens diescs Mannes so zur Veranschaulichung gebracht werden, dass es keines Connnentars, keiner Versicherung seiner Grösse oder Gelehrsamkeit bedarf, sondern die Erklärung in dem gewonnenen Eindruck, in der sieh uns von selbst aufdrängenden Ueberzeugung liegt. Herr P. hebt zuerst das epochemachende Werk des Raschba, den תירח הבית hervor, auf das der Verfasser und die Nachwelt so grossen Werth legten. Was den eigentlichen Werth dieses Werkes mache, wird dem Leser nicht mitgetheilt, und gerade hier war Gelegenheit geboten, Licht über die Geistesthätigkcit des Raschba zu verbreiten. Der תורת חבית bildet einen neuen Ausgangspunkt für die Codification. des Ritualgesetzes und zugleich den Gegensatz zu dem zwar unübeitreflliehen aber 1 rockenen Jad Ilachasaka des Maimonides. In letzterem Werke tritt ausschliesslich die Systematisirung hervor, im ת״ה verbindet sich mit ihr geistreiche Entwickelung. , Raschba gebet mit der ausgebreitetsten Gelehrsamkeit und scharfer Loglk auf die Quelle zurück, verarbeitet vor unseren Augen den Lehrstoff, und führt ein in sich gegliedertes, sich selbst geistig tragendes Gebäude auf. Mahn.' Werk ist Codex, Machtgebot; der ת״ה überzeugend, classificircnd und motivirend; der Jad setzt grosse Gelehrsamkeit voraus und ist für denjenigen, dem sie abgehet, ungeniessbar, der ת״ת norimrt und belehrt zugleich, systeniatisirt, lässt aber zugleich den Leser mit Hand an die Aufführung des Systems legen, Auf diese Architektonik, das Product reinster geistiger Klarheit, war aufmerksam zu machen; Raschba hatte, mit etwaiger Ausnahme des nur von fern hierher zu beziehenden משפטי שבועות des R. Hai, kein Vorbild gefunden, diente aber dem gefeierten Verfasser der Turku zum